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Experten kritisieren Komplexität Das Modell der Geschäftsbereichs-Aktie lebt wieder auf

Die geplante Wiedereingliederung von T-Online in die Deutsche Telekom hat die Diskussion um so genannte „Tracking Stocks“ wieder aufflammen lassen.

HB DÜSSELDORF. Das sind Aktien, die den Erfolg eines einzelnen Geschäftsbereichs größerer börsennotierter Konzerne widerspiegeln. Einige Anlegerschützer, die gegen den Umtausch von T-Online-Titeln in Telekom-Aktien klagen, haben solche Geschäftsbereichsaktien eine akzeptable Alternative genannt. Unter Experten sind die auf eine Sparte bezogenen Aktien aber umstritten.

Tracking Stocks wurden vor allem in den USA während der Spekulationsblase ausgegeben. Viele Investoren wollten damals vor allem in Internetaktien investieren. Banken wie Donaldson, Lufkin & Jenrette oder die Telekomgesellschaften und Sprint haben den Anlegern daraufhin solche Geschäftsbereichsaktien angeboten, die nur die Internetsparte repräsentierten. Mit dem Absturz der Internetwerte waren auch die Tracking Stocks nicht mehr gefragt.

Doch die Idee ist nicht vom Tisch. „Ich halte Geschäftsbereichsaktien im Fall T-Online für eine günstige Lösung“, sagt Anlegeranwalt Jan Querfurth von der Münchner Kanzlei Rotter. Die Deutsche Telekom will den OnlineBereich wieder eingliedern, nachdem sie ihn vor fünf Jahren an die Börse brachte. Die Anleger sollen ihre T-Online-Aktien mit hohen Verlusten in Telekom-Aktien eintauschen. Viele Anleger wollen aber T-Online-Aktien behalten, weil sie hoffen, dass sich die Sparte dynamischer entwickelt als der Telekom-Konzern. Querfurth hat in der Klageschrift gegen die Deutsche Telekom Tracking Stocks als eine Alternative angeführt, die dem Interesse der Anleger weit besser gerecht würde.

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