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Hedgefonds-Star im Interview „Die Lage in Europa ist der Horror“

John Taylor ist der Chef des weltgrößten Devisen-Hedgefonds. Nach seiner Ansicht steckt Europa viel tiefer in der Schuldenkrise als die USA. Im Interview erklärt er, wer an allem schuld ist.
  • Heike Buchter
44 Kommentare
John Taylor, der Chef des weltgrößten Devisen-Hedgefonds, findet: Regierungen und willfährige Banken sind an allem schuld. Quelle: VIA BLOOMBERG NEWS

John Taylor, der Chef des weltgrößten Devisen-Hedgefonds, findet: Regierungen und willfährige Banken sind an allem schuld.

(Foto: VIA BLOOMBERG NEWS)

Hat die Ratingagentur Standard & Poor's, als sie den USA ihre Topbewertung bei der Kreditwürdigkeit entzog, die Börsen ins Verderben geschickt?

Taylor: Ich sage es mal so: Standard & Poor's ist sehr dumm. Ihre Analysten haben als Grund für die Abwertung angegeben, dass das politische System in Washington gelähmt sei. Dabei hat sich in den vergangenen sechs Monaten endlich etwas bewegt! Ich bin kein Fan der Tea Party, aber die Leute haben es geschafft: Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg wird nicht mehr von immer mehr Ausgaben geredet, sondern von Einschnitten!

Das gefällt Ihnen?

Es gab endlich eine heftige Debatte über die schlimme Haushaltssituation. Washington hat funktioniert.

Die Agentur sieht es anders.

Wenn die Wirtschaft durch deren dämlichen Schritt in eine scharfe Rezession absinkt, wird eine Konsolidierung nur schwieriger.

Sind die USA noch ein guter Schuldner?

Die USA können nicht zusammenbrechen, und das Land wird seine Schulden bedienen - besser als alle europäischen Länder, mit Ausnahme der Schweiz. Meines Erachtens sollten aber Frankreich, Spanien und Italien noch ein paar Grade heruntergestuft werden.

Und der angeschlagene Dollar bleibt die Leitwährung der Welt?

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44 Kommentare zu "Hedgefonds-Star im Interview: „Die Lage in Europa ist der Horror“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zunächst mal sei hier durch die Blume gesagt: Europa steht mit seiner jetzigen Struktur und Planung für die Zukunft vor großen Problemen.
    Die Unfähigkeit sich zu einigen auf einen stabilen europäischen Fiskus wird tagtäglich durch mediale Beobachtungen der Politiker bewiesen.
    Sollte Deutschland als eine der Global Player in Europa nicht einsehen, dass es Abnehmer geben muss für dessen Überschuss, ist dies gleichbedeutend für eine fließende volatile Finanztransferstaatengemeinschaft. Das scheint aussichtsloser, als die doch recht "zentralsteuerbare" Lage der Amis. - Bei denen ist es die Menthalität, die wiegt. - Bei uns ist es das System als Solches, welches Lecks aufweist und mit einer so weitergeführten Diskussion in einer Sackgasse endet.

  • Dieses Interview enthält keine einzige konkrete Aussage über die Ursache und der Bewältigung der Finanzkrise. Ein völlig sinnloser Artikel.

  • Weil Parasiten zu nichts Nutze sind und nur an ihrem Wirt rumlutschen bis der tot ist.
    Oder sie sind schlau und lutschen den Wirt ins Koma wo er dann bis zum Sankt-Nimmerleinstag dahinvegetiert.
    Allerdings geht das nicht ohne die Symbiose zwischen
    der Politikerlaus und der HedgefondsWanze.

  • The future is bright, the future is in Europe, or is it China? Or perhaps.... in the US? I will have to consult my tea leaves and then we all join in to have ourselves a Tea Party worth it's name. After globalisation minimalisation of brain is inevitable, or is it?

  • ... ja "mytoy" es ist ein Wirtschaftkrieg im Gange. Die Wirtschaftsimperialisten von der anderen Seite des Atlantiks führen ihn mit allen Mitteln. Der Euro ist denen schon lange ein Dorn im Auge. Angriff ist bekanntermaßen die beste Verteidigung, dazu ein paar Nebelkerzen und ein paar naive Journalisten, schon hat man einen schönen Nebenkriegsschauplatz und lenkt von der eigenen Schwäche und Unfähigkeit ab.
    Das heißt im übrigen nicht, daß wir schön unsere Hausaufgaben machen müssen!

  • Es ist zwar schon hier im Forum gesagt, aber es kann offenbar nicht oft genug gesagt werden:
    Hallo Handelsblatt, warum bekommen solche Personen hier ein solches Forum, um ihre eigenen Interessen zu vertreten. Letzte Woche Soros mit seinen kruden Absonderungen und jetzt Taylor? Das sind unsere Feinde!

  • Er ist Chef des größten Devisen-Hedgefonds. Das ist schonmal die wichtigste Information zur Quellenkritik. Sein momentanes Geschäft ist es (bekanntlich), dass der Euro sinkt. Er hat zig oder hunderte Milliarden darauf gewettet. Daher verwundert es nicht, dass er alles größer redet als den Euro und diesen klein. Denn Währungen sind vorallem relativ zu einander.

    Die Aussage des Herrn sagt nichts über den Euro und auch nichts über den Dollar. Sie sagt nur etwas über die Schießrichtung der (vorallem us-gesteuerten) Devisen-Hedgefonds.


    Griechenland ist auf Jahre hinaus gesichert, Irland und Portugal schon eine Weile. Sie reichen nicht um Euroland ernsthaft zu gefährden. Vorallem solange europäische Produkte so sehr gefragt sind und man dafür Euros benötigt. Klare Logik. An Spanien und Italien werden sie sich die Zähne ausbeißen. Die Ökonomien sind zu sehr in sich integriert. Und sie haben alle (aus Angst vor dem griechischen Schicksal) enorme Sparanstrengungen lanziert. Deshalb werden sie für die Zukunft noch stärker. Der Euro wird durch diese Krise am Ende noch stärker sein. Man darfnur nicht den Begehrlichkeiten des Südens nachgeben.

    Tatsächlich sieht es schlecht aus für den Herrn Devisen-Spekulanten. Und Stimmungsmache in ausländischen Medien hilft nicht mehr.

  • wann geht das endlich in jeden hinterletzten schädel rein ?

    SO WIE BISHER; KANN UND DARF ES IN EUROPA NICHT WEITERGEHEN MIT DER EWIGEN SCHULDENMACHEREI !

    vergleicht man europa mit den usa konnte man einen vergleich enstellen; wie mit einem jagdhochsitz !

    politiker wollen umschmeichelt werden wie die jäger

    daher kann man ein jagdhochsitz als 2. wohnsitz eines übermässig bewaffneten chronischen alkoholikers bezeichnen

    und die eu-politiker benehmen sich auch genau so !

  • Wenn ich dies lese habe ich den Eindruck: "Mal kräftig auf die anderen einhauen um vom eigenen Dollardilemma abzulenken. Vermutlich ist da auch gerade ein Wirtschaftskrieg im Gange: Lieber den EURO in Dilemma treiben um als Dollar alternativlos zu bleiben. Natürlich haben auch wir unsere Hausaufgaben zu machen, keine Frage. Die Position ist mir jedoch eindeutig zu einseitig und zu wenig vor der eigenen Haustür gekehrt.

  • Es werden sich einige umschauen sollten die "Reps" in den USA an die Macht kommen.Das Wirtschaftsverständniss dieser Truppe wird die USA entgültig in die letzte Kreidezeit zurückbomben.

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