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Kurioses Kreditgeschäft Cristiano Ronaldo geht - zur EZB

Die Europäische Zentralbank könnte unverhofft in den Besitz der Transferrechte für Fußballstar Ronaldo geraten. Wenn Spieler zum Spekulationsobjekt werden, bleibt der Sport auf der Strecke.
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Cristiano Ronaldo als Spekulationsobjekt
Cristiano Ronaldo
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Heißbegehrt ist Cristiano Ronaldo ohne Zweifel. Der portugiesische Fußballer überzeugt nicht nur auf dem Platz, er verzaubert auch die Damenwelt.

(Foto: ap)
Real Madrid's Ronaldo smiles at a question from the media at a news conference in Los Angeles
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Seit 2009 geht Ronaldo für Real Madrid auf Torjagd. Die Madrilenen ließen sich den Spieler schlappe 93 Millionen Euro kosten - Weltrekord.

(Foto: Reuters)
Portugal's Cristiano Ronaldo heads the ball next to Norway's Tom Hogli during their qualifying soccer match for the Euro 2012 at Luz stadium in Lisbon
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Die festgeschriebene Ablöse für den Stürmer, der in der vergangenen Saison 41 Tore allein in der Primera Division erzielte, liegt bei einer Milliarde Euro. Solange er gesund bleibt, eine Bank als Sicherheit.

(Foto: Reuters)
Kaka
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Zweiter Teil der Absicherung: Der Brasilianer Kaká. Der war in Diensten des des AC Mailand 2007 Weltfußballer. Seit 2009 läuft auch er für Real Madrid auf.

(Foto: dapd)
Real Madrid's new Brazilian star Kaka poses during his presentation at Santiago Bernabeu stadium in Madrid
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Für 65 Millionen Euro ging Kaka damals von Italien nach Spanien. Allerdings konnte der Superstar dort, auch wegen schwerwiegender Verletzungen, bislang nie an alte Leistungen anknüpfen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf In Südamerika, speziell Brasilien, ist es mittlerweile an der Tagesordnung, dass die Transferrechte an Fußballspielern zumindest in Teilen bei Finanzinvestoren liegen. Die Profis werden zum Anlage-, aber auch Spekulationsobjekt. Wird um Ablösen gefeilscht, schalten sich die beteiligten Firmen in den Poker ein und treiben die Preise. Und mancher teuer bezahlte Profi entpuppt sich am Ende als „Blase“. Eine leidvolle Erfahrungen, die auch Bundesligisten schon gemacht haben.

In Europa ist diese Praxis noch eher unüblich, umso überraschender, dass ausgerechnet der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Vorreiterrolle zukommt – zumindest indirekt. Die EZB könnte unverhofft in den Besitz zweier Weltstars gelangen: Cristiano Ronaldo und Kaká. Aber der Reihe nach.

Wie die spanische „El País“ berichtet, sind die Transferrechte an den beiden Fußballern von Real Madrid Teil einer Kreditabsicherung der spanischen Sparkassenverbund Bankia. Der braucht frisches Kapital, beschaffen soll das die EZB.

Das ist soweit legitim, allerdings verlangt die Europäische Zentralbank für diese Leistung gewisse Sicherheiten. Gültig sind Wertpapiere oder Kreditforderungen. Bankia entschied sich, die Absicherungen in einem 773 Millionen Euro schweren Fonds zusammenzustellen. Das Portfolio setzt sich unter anderem aus Kreditforderungen gegenüber dem spanischen Bauriesen ACS (208 Millionen Euro)oder dem Windenergiekonzern Acciona (170 Millionen Euro)zusammen. Ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Posten: Ein Kredit, den das Bankia-Schwergewicht Caja Madrid dem Fußballklub Real Madrid gewährte. Höhe: 76,5 Millionen Euro. Bewilligt 2009, um die Transfers von Ronaldo und Kaká zu finanzieren.

Blogger ließen sich bereits zu hämischen Kommentaren hinreißen. Tenor: Unfassbar, was die EZB als Sicherheit akzeptiert. „Das überhaupt ein solcher Kredit an einen Fußballverein, der in etwas so ‚verletzbares’ wie Fußballer investiert, bei der EZB hinterlegt werden soll, ist schon erschreckend“, befindet Finanzblogger Egghat. „Allerdings muss man, wenn man vom Obskuritätsfaktor absieht, schon objektiv feststellen, dass ein Kredit an Real Madrid mit Transferrechten an Ronaldo und Kaká wahrscheinlich eine bessere Qualität aufweist als diverse griechische Anleihen oder auch die Hypotheken aus Irland, die die EZB bereits in Milliardenhöhe in den Büchern hat“, wird dort weiter geunkt.

Wie kreditwürdig ist Real Madrid?
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