Mohamed El-Erian und Pimco Zoff in der Chefetage

Dem Abschied von Mohamed El-Erian bei Pimco ist wohl ein hitziger Streit vorausgegangen. Mitarbeiter berichten von einem Wortgefecht zwischen ihm und Firmengründer Bill Gross. Er sei es leid, „den Scheiß aufzuräumen”.
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Mohamed El-Erian erklärte im Januar seinen Rücktritt als CEO und Co-Investmentchef bei Pimco. Quelle: Reuters

Mohamed El-Erian erklärte im Januar seinen Rücktritt als CEO und Co-Investmentchef bei Pimco.

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New YorkAls Mohamed El-Erian im Januar von seinem Posten als Co-Chef bei Pimco zurücktrat, blieben einige Fragen offen. Eine Erklärung für den überraschenden Rückzug gab es nicht. El-Erian selbst sagte nur, er wolle sich mehr auf sein Privatleben konzentrieren. Das Unternehmen verhielt sich ebenfalls auffällig unauffällig. Kein Wunder. Denn offenbar ist dem Abschied ein heftiger Streit an der Spitze der Vermögensverwaltung vorausgegangen.

El-Erian, der Vorstandschef und Co-Investmentchef bei Pimco war, soll sich mit dem Firmengründer Bill Gross gestritten haben. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf zwei Augenzeugen.

Die Zeitung beschreibt ein Treffen im Juni, bei dem die Männer angeblich aneinander gerieten. Dabei soll Gross seinem Gegenüber gesagt haben: „Ich habe 41 Jahre lang Spitzenleistungen beim Investieren abgeliefert. Was hast du?“ Die Antwort von El-Erian soll nicht minder heftig ausgefallen sein: „Ich bin es leid, deinen Scheiß aufzuräumen.”

El-Erian soll außerdem von Gross verlangt haben, er müsse Art und Weise ändern, wie er mit den Mitarbeiter umginge. Dazu soll sich Gross auch bereit erklärt haben. Mehr als Dutzend Kollegen soll den Streit mitbekommen haben. An der Spitze von Pimco galten El-Erian und Gross als gleichberechtigt.

Pimco aus dem kalifornischen Newport Beach ist der größte Anleiheinvestor der Welt, seit 2000 gehört die Gesellschaft zum Allianz-Konzern. Sie verwaltet fast zwei Billionen Dollar, was mehr als 80 Prozent der von der Allianz verwalteten Vermögenswerte ausmacht. Jahrelang steuerte Pimco einen beträchtlichen Teil zum Gewinn der Allianz bei.

Doch im vergangenen Jahr riss die Erfolgsserie. Die Strategie der Vermögensverwalter ging nicht auf Sie unterschätzten die Ankündigung der US-Notenbank, nach und nach aus der lockeren Geldpolitik auszusteigen. Dadurch fielen die Kurse von Anleihen, umgekehrt stiegen die Renditen. Das Ergebnis: Pimco erzielte die schlechteste Performance seit 1994. Die Kunden flüchteten in Scharen. Der von Gross verwaltete Pimco Total Return Fund, das Flaggschiff der Vermögensverwaltung, verlor Kundengelder von mehr als 41 Milliarden Dollar.

Umstrittener Führungsstil
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