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Nebenwerte-Index Siemens Energy steigt in den MDax auf – Viel Bewegung im SDax

Der Energietechniker ersetzt am 21. Dezember im MDax Grenke. Im SDax gibt es sogar sechs Aufsteiger – dabei kommen drei Unternehmen aus der Onlinewelt.
03.12.2020 - 22:20 Uhr Kommentieren
Der Aktienkurs von Siemens Energy liegt derzeit elf Prozent über dem Startkurs von 22,01 Euro. Quelle: Reuters
Händler beim Börsenstart der Siemens Energy-Aktie

Der Aktienkurs von Siemens Energy liegt derzeit elf Prozent über dem Startkurs von 22,01 Euro.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Das ging schnell. Erst im September hat Siemens seine Energietechnik-Tochter Siemens Energy an die Börse gebracht, in drei Wochen wird sie in den MDax der 60 größten deutschen mittelgroßen Unternehmen aufgenommen. Das gab die Deutsche Börse am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss bekannt.

Analysten hatten mit dem Aufstieg von Siemens Energy fest gerechnet. Mit einer Marktkapitalisierung von 16 Milliarden Euro war Siemens Energy die größte Abspaltung eines Unternehmensteils in Deutschland. Nach enttäuschenden ersten Handelswochen notierte die Aktie am Freitag im Hoch bei rund 25 Euro – knapp 14 Prozent über dem Startkurs von 22,01 Euro.

Im Leitindex Dax und im Technologieindex TecDax gibt es in diesem Monat keine Wechsel. Dafür stehen im SDax so viele Veränderungen wie selten an – und das obwohl die Börse im Dezember in allen Indizes jeweils nur die Werte austauscht, die nach Börsenwert oder Börsenumsatz ganz besonders gut oder schlecht dastehen.

Die Börse entscheidet über den Auf- und Abstieg in die Indizes bislang noch anhand der Kriterien Marktkapitalisierung der frei gehandelten Aktien und anhand des durchschnittlichen Börsenumsatzes. Von daher war für Analysten seit dem Börsengang klar, dass Siemens Energy in den MDax einziehen wird.

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    Mehr noch: Die Siemens-Tochter gilt im nächsten Jahr als Kandidat für den Leitindex Dax, den die Deutsche Börse im kommenden September von 30 auf 40 Unternehmen erweitern wird. Der MDax wird im Gegenzug um zehn auf dann nur noch 50 Werte verkleinert.

    Grafik

    Siemens Energy bietet von der Energieerzeugung mit konventionellen Kraftwerken und erneuerbaren Energien bis hin zur Energieübertragung eine breite Palette in der Energietechnik. Im vergangenen Geschäftsjahr, das im September endete, wies der Konzern – bedingt durch Sonderabschreibungen und die Coronakrise – einen Verlust von knapp 1,9 Milliarden Euro aus.

    Analysten glauben jedoch an den Turnaround und fast alle raten zum Kauf der Aktie – auch wegen der Perspektive eines Aufstiegs in den Dax.

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    Weichen muss für Siemens Energy der Leasinganbieter Grenke, dessen Aktie allein seit Mitte September um 30 Prozent eingebrochen ist. Der britische Finanzinvestor Fraser Perring hatte Grenke Betrug, Geldwäsche und Bilanzfälschung vorgeworfen – und gleichzeitig auf einen Absturz der Aktien gewettet.

    Grenke konterte mit einem Strategieschwenk und will das im Fokus der Fraser-Perring-Vorwürfe stehende Franchise-Geschäft integrieren. Der Aktie half das indes nur teilweise. Deshalb ist Grenke das schwächste MDax-Mitglied und steigt in den SDax der 70 kleineren Unternehmen ab.

    Die Aareal Bank, die ebenfalls als Abstiegskandidat galt und schon im September nur ganz knapp ihren MDax-Platz behielt, schaffte den Klassenerhalt im wichtigsten deutschen Nebenwerteindex.

    Sieben SDax-Absteiger, sechs Aufsteiger

    Weichen aus dem SDax müssen sieben Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Für Grenke fällt der Kabelnetzbetreiber Telecolumbus aus dem SDax. Der Autozulieferer Leoni steigt ebenso ab wie der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W), der UV-Spezialist Dr. Hönle, der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori, der IT-Sicherheitsdienstleister Secunet und WashTex, ein Hersteller von Fahrzeugwaschanlagen.

    Unter den sechs SDax-Aufsteigern kommen mit dem Onlinebroker Flatex Degiro, dem Online-Möbelhändler Home24 und Westwing drei Unternehmen aus der Onlinewelt. Außerdem steigen der Biokraftstoffhersteller Verbio, Rüstungselektronikhersteller Hensoldt und der Autozulieferer Elring Klinger in den SDax auf.

    Das sind die sechs SDax-Aufsteiger im Überblick:

    SDax-Aufsteiger Flatex Degiro

    Flatex Degiro profitiert von den volatilen Börsen. Wegen der Flatex-Übernahme von Degiro konnte der Onlinebroker seinen Umsatz in den ersten neun Monaten auf knapp 165 Millionen Euro fast verdoppeln. Profitabel war Flatex schon vor der Degiro-Übernahme.

    Analyst Frederik Jarchow von der Privatbank Hauck & Aufhäuser geht davon aus, dass die hohen Kursschwankungen die Handelsaktivitäten der Kunden weiterhin treiben. Wie auch alle anderen sechs Analysten, die die Aktie beobachten, rät Jarchow ebenfalls zum Kauf der Aktie. In diesem Jahr ist der Aktienkurs bereits um fast 130 Prozent gestiegen.

    SDax-Aufsteiger Home24 und Westwing

    Die Aktien von Home24 und Westwing haben als Corona-Profiteure noch stärker zugelegt. Die Aktie von Home24 stieg seit Januar um mehr als 280 Prozent, die von Westwing sogar um knapp 730 Prozent. Von ihren kurzen Kursverlusten Anfang November, nach den ersten Nachrichten über Erfolge bei der Impfstoffentwicklung gegen das Coronavirus, haben sich beide Aktien schon wieder erholt.

    Die Nachrichten weckten Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie und schickten viele Aktien von Unternehmen in den Keller, deren Geschäfte in Corona-Zeiten besonders boomten. Bislang werden Home24 und Westwing nur von wenigen Banken gecovert, die indes meist zum Kauf raten.

    SDax-Aufsteiger Hensoldt

    Auch die Chancen für den Rüstungselektronikhersteller Hensoldt sehen Analysten positiv, obwohl die Aktie für Investoren bislang kein Renner war. Hensoldt ist erst im September an die Börse zum Ausgabepreis von zwölf Euro gegangen und liegt rund sechs Prozent darüber.

    Hensoldt könnte indes von den geplanten Investitionen des Bundes in Wehrtechnik profitieren. Aufträge für 1,9 Milliarden Euro hat der Bundestag bereits genehmigt. Bei Hensoldt lauten die Empfehlungen von Analysten allesamt: Kaufen.

    SDax-Aufsteiger Verbio

    Auch beim Biokraftstoffhersteller Verbio sind sich Analysten einig und raten sie zum Kauf. Im schon abgelaufenen, gebrochenen Geschäftsjahr meldete Verbio ein Rekordergebnis. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem davon, dass es die Produktion in diesem Jahr rasch auf Desinfektionsmittel erweiterte. Seit Jahresanfang hat die Aktie schon rund 130 Prozent gewonnen.

    SDax-Aufsteiger Elring Klinger

    Die Aktie des Autozulieferers hat seit dem Kurstief im März 275 Prozent zugelegt. Die Rally ist auf mehrere Kooperationen in der Wasserstofftechnik zurückzuführen. Viele Analysten halten die Rally aber für überzogen. Von 15 Banken raten nur zwei zum Kauf, fünf zum Halten und acht zum Verkauf.

    Mehr: Zehn europäische Aktien mit bis zu 60 Prozent Kurspotenzial.

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