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Die Pläne für den Börsengang sind überraschend.

(Foto: Bloomberg)

Neuemission Burger King Russia geht an die Börse

Lange Zeit hinkte die Fast-Food-Kette im Wettbewerb hinterher. Nun ist sie der Konkurrenz einen Schritt voraus: Burger King Russia strebt aufs Parkett.
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MoskauEigentlich hat Burger King den Einstieg in den russischen Markt gehörig verschlafen. Während Konkurrent McDonald’s bereits 1990 nach Russland ging und die Menschen bei der Eröffnung der ersten McDonald’s-Filiale in Moskau stundenlang für Fritten und Burger anstanden, kam Burger King erst 2010 ins Land.

Doch jetzt ist die Fast-Food-Kette ihrem Wettbewerber einen Schritt voraus: Burger King Russia plant den Börsengang – es wäre der erste in Moskau seit 2017.

Der russische Ableger hat sich rasch entwickelt: Inzwischen gibt es in Russland über 550 Restaurants, die als Franchisenehmer der Burger-Kette arbeiten. Die Struktur des als AG firmierenden Unternehmens ist kompliziert. Die in Zypern registrierte Firma gehörte ursprünglich Alexander Kobolow, dem Co-Inhaber der Gastronomiekette Schokoladniza.

Er kontrolliert derzeit nur noch 30 Prozent. Ein Paket von rund 20 Prozent liegt beim Fonds Xomeric, der zur ukrainischen Investmentgesellschaft ICU gehört. Burger King Europe, die europäische Tochter der Burger King Corporation in den USA, besitzt 15 Prozent.
Die Pläne für den Börsengang kommen überraschend. Derzeit gibt es in dem Sektor kein gelistetes Unternehmen an der Moskauer Börse – auch die russischen McDonald’s-Filialen haben den Schritt noch nicht gewagt.

Dabei ist Fast Food das am schnellsten wachsende Segment innerhalb der Gastronomiebranche. Während traditionelle Restaurants den sinkenden Einkommen der Russen Tribut zollen mussten und sechs Prozent ihrer ‧Besucher verloren haben, konnte die Fast-Food-Branche 13 Prozent Zuwachs vermelden. Mit einem Marktanteil von 46 Prozent dominiert sie den Gastronomiesektor in Russland.

Doch der Börsengang wirft viele Fragen auf. So sind zwar die Konsortialbanken bekannt: Neben VTB Capital sind auch JP Morgan und Morgan Stanley beteiligt. Unklar bleibt aber, welcher Investor sich von Anteilen trennt und wie groß der Börsengang überhaupt werden soll.

2017 hat das Unternehmen zuletzt Zahlen veröffentlicht. Nach derzeitigem Umrechnungskurs lag der Umsatz damals bei rund 400 Millionen Euro, der Reingewinn bei gut zehn Millionen Euro. Schätzungen zufolge könnte sich der Umsatz inzwischen fast verdoppelt haben.

Trotzdem ist er nach Ansicht von Michail Burmistrow, dem Generaldirektor der Petersburger Consultingagentur Infoline Analytics, eigentlich zu klein für einen Börsengang. Burmistrow schätzt den Wert des Unternehmens auf etwa 500 Millionen Euro.

Schon die Börsenpläne scheinen ein gutes Signal für den Finanzplatz Moskau zu sein. Denn auch andere Unternehmen planen, neue Aktien an der Börse zu platzieren, darunter Rohstoffriesen wie Norilsk Nickel, Evraz oder Polyus.

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