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Private-Equity Die große Wette auf die Investoren

Viele Private-Equity-Fonds locken Anleger mit hohen Renditen. Eine lukrative Alternative nach den Börsen-Verlusten der vergangenen Tage? Finanz-Profis trauen dem Braten ganz und gar nicht und raten zur Vorsicht.
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62 Prozent der 113 von Coller befragten Großinvestoren - darunter Versicherer und Pensionsfonds - erwarten, dass die Branche ihre Mindestrenditen auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren beibehalten kann. Quelle: dpa

62 Prozent der 113 von Coller befragten Großinvestoren - darunter Versicherer und Pensionsfonds - erwarten, dass die Branche ihre Mindestrenditen auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren beibehalten kann.

(Foto: dpa)

FrankfurtAngesichts magerer Renditen an den Kapitalmärkten setzen viele große Anleger einer Studie zufolge weiterhin große Hoffnungen in die Private-Equity-Branche. 86 Prozent der Anleger erwarteten, dass sich ihr Kapital in den Händen der Finanzinvestoren pro Jahr um mehr als elf Prozent (IRR) vermehre, geht aus der renommierten Branchenstudie von Coller Capital hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Ein Viertel erwarte sogar eine Rendite von 16 Prozent und mehr.

Viele Private-Equity-Fonds selbst locken ihre Investoren sogar mit noch mehr - doch das hält Coller-Capital-Partner Michael Schad nur in Ausnahmefällen für realistisch: „Die Renditeerwartungen sind immer noch robust. Aber die 20 Prozent, die viele Fonds versprechen, wird nicht jeder schaffen“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Private-Equity-Unternehmen erzielen ihre Renditen meist dadurch, dass sie nur zum kleinen Teil das Eigenkapital ihrer Investoren einsetzen und die zum Kauf verwendeten Kredite dem Unternehmen aufhalsen, an dem sie sich beteiligen.

Was wird aus den Mindestrenditen?

Insgesamt 62 Prozent der 113 von Coller befragten Großinvestoren - darunter Versicherer und Pensionsfonds - erwarten, dass die Branche ihre Mindestrenditen auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren beibehalten kann. Dabei wollen sie in den nächsten ein bis eineinhalb Jahren mehr Rückflüsse sehen: 56 Prozent glauben, dass die Fonds mehr ausschütten werden als bisher - angesichts einer steigenden Konjunktur könnten dazu auch Sonderdividenden gezahlt werden, ohne den Unternehmen zu viel Geld zu entziehen.

Diese Ausschüttungen werden meist mit zusätzlichen Krediten finanziert. „In Nordamerika haben die Investoren bereits sehr gute Rückflüsse bekommen. Jetzt erwarten sie, dass auch in Europa die Ausschüttungen stärker werden“, sagte Schad.

Zuletzt hatten sich viele Fondsgesellschaften darauf konzentriert, Unternehmen aus ihrem Portfolio gut zu verkaufen, um frisches Geld einsammeln zu können. Doch das ist nicht jedem geglückt: „Das Fundraising ist immer noch schwierig“, räumte Schad ein. Er erwartet, dass sich in den nächsten zwei Jahren die Spreu vom Weizen trennt - dann werde es weniger Beteiligungsgesellschaften geben, die große Übernahmen stemmen können. Einige warteten noch auf eine bessere Gelegenheit, neue Fonds aufzulegen. "Aber wer nicht gut durch die Finanzkrise gekommen ist, wird Schwierigkeiten haben, neues Kapital einzusammeln", sagte der Coller-Capital-Partner.

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