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Quartalszahlen im Fokus Dax-Ausblick: Angst geht weiter um

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Allerdings sind diese Schreckensbilder ja bereits seit einiger Zeit im Umlauf - woraus Optimisten neue Hoffnung schöpfen. "Da die Gewinnprognosen inzwischen deutlich heruntergeschraubt worden sind, bestehen sogar Chancen, dass die Erwartungen übertroffen werden", sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg. Daher seien steigende Kurse vorstellbar.

Vor kurzem hatten die Börsianer neue Milliardenabschreibungen bei der Schweizer Großbank UBS oder der Deutschen Bank als Anfang vom Ende der Krise gewertet und mit Kurssprüngen honoriert. Doch warnt auch Klude: "Selbst wenn die Finanzmarktkrise allmählich abgearbeitet ist, konjunkturell stehen wir noch am Anfang der schlechten Nachrichten."

Es sind daher jegliche Prognosen zur weiteren Entwicklung des deutschen Aktienmarktes mit erheblichen Fragezeichen behaftet. Sollte die gerade begonnene US-Berichtssaison weitere Enttäuschungen bringen, dürften die Börsen darauf in jedem Falle reagieren und die Diskussionen wieder beleben, ob die bisherigen Schätzungen der Unternehmensgewinne nicht immer noch zu hoch sind. Damit wiederum würde das Argument der niedrigen Bewertung entkräftet, das von den Optimisten immer wieder gerne angeführt wird.

Andererseits überrascht die Stabilität des Aktienmarktes trotz der zahlreichen Belastungsfaktoren. Dass der Dax sich vom Jahrestief bei rund 6 160 auf über 6 700 Punkte erholen konnte, wird als Indiz dafür gewertet, dass bereits in erheblichem Maße Belstungsfaktoren in den Preisen enthalten sind. Davon geht zum Beispiel Markus Reinwand von der Helaba aus: "Es ist reichlich Pessimismus in den Kursen eingepreist, und der Aktienmarkt dreht erfahrungsgemäß etwa fünf bis sechs Monate früher nach oben, als die Konjunktur ihr Tief erreicht." Auch die Rekorddivdidenden, die zahlreiche Dax-Unternehmen im April und Mai ausschütten, sollten den Markt nach unten hin absichern.

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