Rusal, En+, Gaz Deutsche-Börse-Tochter Clearstream will keine Deals mit Deripaska-Aktien abwickeln

Die Deutsche-Börse-Tochter will nicht länger Geschäfte mit den von den US-Sanktionen betroffenen Firmen unterstützen. Es geht um drei Firmen.
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Der Aluminiumkonzern steckt in der Krise. Quelle: Reuters
Rusal-Werk in Russland

Der Aluminiumkonzern steckt in der Krise.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDie Deutsche-Börse-Tochter Clearstream stellt ihre Geschäfte mit Aktien der von den US-Sanktionen betroffenen russischen Unternehmen ein. Auf ihrer Unternehmenswebseite teilt die Abwicklungs- und Verwahrgesellschaft mit, sie wolle nicht länger die Geschäfte der sanktionierten Personen und Unternehmen unterstützen.

Der Handel mit Wertpapieren der betroffenen Personen und Firmen, an denen diese mit mehr als 50 Prozent beteiligt sind, wurde eingestellt. Allerdings werde Clearstream noch ausstehende Handelsgeschäfte bis zum 6. Mai dieses Jahres abwickeln.

Kunden, die noch ausstehende Positionen bei den betroffenen Wertpapieren haben, müssen Clearstream schriftlich versichern, dass ihr Geschäftspartner weder ein US-Bürger noch eine Person ist, die auf der Sanktionsliste der USA stehe.

Zu den betroffenen Unternehmen gehören die Papiere des russischen Aluminiumherstellers UC Rusal, die Papiere von En+ sowie die Aktien des russischen Automobilhersteller Gaz. Die drei Firmen gehören dem russischen Unternehmer und Milliardär Oleg Deripaska, dem Einmischung in den US-Wahlkampf 2016 vorgeworfen wird.

In den vergangenen Tagen haben die Wertpapiere der Firmen des Unternehmers kräftig an Wert verloren. Die Rusal-Aktie notierte an der Moskauer Börse am Dienstagnachmittag noch gut 1,2 Prozent im Minus, nachdem sie an der Börse Hongkong um 8,7 Prozent abgerutscht war.

En+-Aktien machten dagegen ein Comeback an der Londoner Börse, nachdem sie am Montag vom Handel ausgesetzt waren. Auch die Papiere von Gaz haben mit 0,7 Prozent leicht dazugewonnen. Diese hatten am Montag bis zu 23 Prozent (bezogen auf den Schlusskurs vom Freitag) verloren.

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