Staatsanwaltschaft Hof Bankerin soll Millionen ergaunert haben

Eine risikolose Rendite in Höhe von fünf Prozent im Monat soll eine Bankerin versprochen und so Anleger um 10,5 Millionen Euro betrogen haben. Um die Masche nicht auffliegen zu lassen, setzte sie auf einen alten Trick.
19 Kommentare
Justitia in einem Gerichtgebäude: Die Staatsanwaltschaft Hof wirft einer Bankerin gewerbsmäßigen Betrug vor. Quelle: dpa

Justitia in einem Gerichtgebäude: Die Staatsanwaltschaft Hof wirft einer Bankerin gewerbsmäßigen Betrug vor.

(Foto: dpa)

HofDie Staatsanwaltschaft Hof hat Anklage gegen eine 50-jährige Investmentbankerin erhoben, die über ein Schneeballsystem 10,5 Millionen Euro von ihren Kunden ergaunert haben soll. Der seit März in Untersuchungshaft sitzenden Frau werde gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen, teilten die Ermittler am Donnerstag mit. Ihrem Ehemann wird demnach Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug sowie zur gewerbsmäßigen Geldwäsche zur Last gelegt. Die Angeklagte wohne im Landkreis Hof.

Sie trat den Ermittlern zufolge gegenüber Investoren als seriöse, erfahrene und fachlich versierte Geschäftsfrau auf. Diesen habe sie zugesichert, dass es ihr aufgrund besonderer Kontakte im Bereich des Investmentbankings möglich sei, Gelder risikofrei bei einer monatlichen Dividende von 5 Prozent und mehr anzulegen.

In den Jahren 2008 bis 2012 habe sie so ihre Kunden überzeugt, bei den von ihr beherrschten Firmen insgesamt 10,5 Millionen Euro anzulegen. Das Geld habe das Ehepaar tatsächlich aber zu einem Großteil zu eigenen Zwecken verwendet. Außerdem hätten sie mit Neuanlagen in dem von ihnen betriebenen Schneeballsystem Altinvestoren beruhigt.

  • afp
Startseite

19 Kommentare zu "Staatsanwaltschaft Hof: Bankerin soll Millionen ergaunert haben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Unabhängig von der kriminellen Vorgehensweise - Gier frisst Verstand - so dämlich kann man eigentlich garnicht sein.

  • es wäre ganz einfach, lasst die kriminellen soviel betrügen, rauben, stehlen, dealen, mit waffen und menschen handeln.

    sobald sie nicht lückenlos nachweisen können, woher dass geld stammt, muss man einfach alles enteignen.

    man mus den kriminellen dort weh tun, wo es auch schmerzt und dass ist immer dass geld und die freiheit.

  • @HIGHLANDER


    Die Strafe gibt es - der Verlust des Geldes.

    Aber wenn man so dumm war, sollte man sich wenigstens nicht beschweren.

  • Sie haben die Frage, warum der Vertrtieb von solchen Produkten staatlich gefördert wird, doch selbst beantwortet.

  • also 60% pro anno mit bescheidenem Risiko gabs tatsächlich mal in den 80igern ca. 10 jahre lang..Blöd, wer das damals nicht mitbekommen hat!

  • So ein Unsinn!
    Lebenslang H4 und nichts als das wäre viel sinnvoller.

  • Sorry an die "Opfer", aber wer 5% pro MONAT Rendite ohne Risiko erwartet, lebt entweder jenseits der Realität oder hat seinen Verstand dank Dollerzeichen in den Augen komplett abgeschaltet und ist selber Schuld. Ohne Frage, die Investmentbankerin war / ist kriminell und das gehört ganz klar bestraft, aber ich finde die Dummheit und / oder Gier der "Opfer" gehört ebenso bestraft (sie haben ihre Strafe durch (Teil-)Verlust bereits abgesessen).

  • Und täglich grüßt das Murmeltier ;-) Die menschheit wird einfach nicht schlauer - Gier frißt Hirn !

  • Wo ist denn hierbei die Katastrophe? Erstens: Das Geld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer! Zweitens: Wer 5% Rendite im Monat (ohne das Risiko eines Totalverlustes) erwartet, hat nichts anderes verdient. Der eigentliche Skandal ist, daß es auch heute noch erlaubt ist, im Bereich der staatlich geförderten Altersvorsorge (Riester, Rürup) Produkte zu verkaufen, die von Aufsichtsbehörden zertifiziert worden sind und trotzdem -dank überwiegend horrender Kostenstrukturen- den Altersvorsorgesparern eine Rendite erwirtschaften, die kaum die Inflation ausgleichen kann. Das geschieht jeden Tag tausendfach bei Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Privatbanken, gebundenen und freien Vermittlern und Maklern unter den Augen des Gesetzgebers, der wohlwollend allen Anbietern völlig unkritisch gegenübersteht und wohl dafür dankbar ist, daß diese dazu beitragen die Refinanzierung der Staatshaushaltes über den Zwangs-Kauf von Staatsanleihen zu gewährleisten.

  • Warum gibt es eigentlich keine Strafe für Dummheit. Die Bankerin war kriminell - ohne Zweifel - aber Anleger die 5% p.Monat wollen (das wären dann über 60% per Anno mit Zinseszinseffekt) und das ohne Risiko - die sind sorry gleich kriminell - kriminell dumm und das ohne Strafe!!!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%