Starinvestor Buffett entdeckt das Partyleben

Der US-Starinvestor macht mit einem Deal von sich reden. Buffett investiert eine halbe Milliarde in einen Partyausstatter. Die Scherzartikelfirma produziert leuchtend grünen Schleim. Was hinter der Investition steckt.
1 Kommentar
Sinn für Humor: Warren Buffet bei Tischtennis-Spiel gegen Olympia-Teilnehmer Ariel Hsing. Quelle: dapd

Sinn für Humor: Warren Buffet bei Tischtennis-Spiel gegen Olympia-Teilnehmer Ariel Hsing.

(Foto: dapd)

OmahaBei der Auswahl seiner Beteiligungen beweist Starinvestor Warren Buffett einen Sinn für Humor. Buffet investiert jetzt in Schleim, der in der Dunkelheit leuchtet. Das Spielzeug ist eines der Produkte von Oriental Trading, einem Spezialisten für Party- und Handwerksausstattung mit Sitz in der Buffett-Heimatstadt Omaha im Bundesstaat Nebraska.

Seine Investmentholding Berkshire Hathaway zahlt rund 500 Millionen Dollar, wie Bloomberg aus informierten Kreisen erfuhr. KKR, die Beteiligungsgesellschaft von Henry Kravis und George Roberts, ist derzeit noch der größte Anteilseigner von Oriental Trading. Eigentlich wollte Buffett ausdrücklich keine Firmen übernehmen, die sich im Besitz von Beteiligungsgesellschaften befinden. Nun soll die Transaktion soll noch in diesem Monat abgeschlossen werden, wie Berkshire mitteilte. Details wurden nicht genannt.

Erst im vergangenen Jahr beendete Oriental Trading ein Konkursverfahren. Das Unternehmen gehört Investoren, die zuvor vorrangige Anleihen hielten. Das Konkursverfahren war 2010 eröffnet worden, als Einzelhändler unter dem Konjunkturabschwung und einem schwachen Verbrauchervertrauen litten.

KKR ist derzeit noch der größte Anteilseigner von Oriental Trading. Ihr gehören rund ein Drittel des Unternehmens. Der Anteil wird über die Vermögensverwaltungssparte gehalten, wie eine Sprecherin von KKR erklärte. KKR war einer der Gläubiger von Oriental Trading und tauschte die Verbindlichkeiten in Aktie an dem Unternehmen um.

Interessant an der Transaktion: Buffett erklärte noch vor zwei Jahren, dass er Übernahmen von Firmen vermeiden möchte, die sich im Besitz von Beteiligungsgesellschaften befinden. Sie würden ohnehin auf “Ausstiegsstrategien” setzen. Buffett versucht in aller Regel, nach einem Zukauf das alte Management zu halten. Die alten hätten laut Buffet eine Leidenschaft für das Unternehmen und kennen es auf dem Effeff. “Wir haben eher eine Einstiegsstrategie”, erklärte Buffett im Jahr 2010 im Rahmen einer Konferenz in San Francisco.

Buffet: „Mehr Spaß in die Welt bringen“
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

1 Kommentar zu "Starinvestor: Buffett entdeckt das Partyleben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ich habe den Eindruck, beim Handelsblatt gilt seit ca. 1 Woche: "und täglich grüßt das Buffetier"

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%