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Swiss Re hält sich mit Einschätzung vorerst zurück Europäische Rückversicherer durch Charley belastet

Sorgen vor möglicher finanzieller Belastungen durch den Hurrikan Charley in Florida haben am Montag die Aktien europäischer Rückversicherer belastet.

HB LONDON/MÜNCHEN. Analysten rechnen jedoch mit weit geringeren Schäden als beim Wirbelsturm Andrew, der vor zwölf Jahren für Verwüstungen in Höhe von 22 Milliarden Dollar gesorgt hatte. Der Branchenprimus Münchener Rück gab als erster eine vorläufige Prognose zu den erwarteten Lasten ab und sieht sich eher glimpflich davon gekommen.

„Das ist ein ziemlich großes Ereignis, die Schätzungen für den versicherten Schaden reichen von vier bis zehn Milliarden Dollar“, sagte ein auf Versicherungsaktien spezialisierter Händler in London. „Aber das ist immer noch weniger als die Hälfte dessen, was Andrew kostete.“ Charley war am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 233 Kilometer pro Stunde über den Südwesten Floridas hinweggezogen. Dabei waren mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen, Tausende wurden obdachlos.

„Für die Münchener Rück bleibt die Belastung im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich“, sagte ein Sprecher des weltgrößten Rückversicherers. Charley sei hinsichtlich des versicherten Schadens nach Andrew der zweitschwerste Wirbelsturm in der US-Geschichte gewesen. Nach vorläufigen Schätzungen gehen die Münchener von einem volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von rund 20 Milliarden US-Dollar aus, davon dürften sieben bis 14 Milliarden Dollar versichert sein. Ein Analyst sagte, ein unterer bis mittlerer dreistelliger Millionenbetrag erscheine für die Münchener Rück plausibel.

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