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Unternehmenspatriarchen leiten ihre Firma anders als angestellte Manager Erfolgreich geführt

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Er und seine Partner sind so angetan von Familienunternehmen an der Börse, dass sie bereits 2003 eigens einen Fonds auflegten, der ausschließlich in solche Firmen investiert – wohl der einzige in Europa. Zu den stärksten Positionen zählen Henkel und Altana, aber auch kleinere Werte wie der Verpackungsspezialist Krones, der Autozulieferer Grammer und der Pharmagroßhändler Sanacorp.

Kleine, aber feine Adressen wie der Schmierstoffanbieter Fuchs Petrolub, der Wohnmobilhersteller Hymer oder der Folienspezialist Surteco sind es, die dem Fonds Erfolg bringen. Die Wertentwicklung spricht für sich: Im vergangenen Jahr legte der Fonds 17 Prozent zu. Der Deutsche Aktienindex (Dax) brachte es lediglich auf sieben Prozent.

Doch auch über einen längeren Zeitraum schlagen Familienunternehmen den Dax. Die Hypo-Vereinsbank errechnete, dass die Aktien der 50 größten deutschen familiengeführten Unternehmen seit 1990 dem Dax deutlich jährlich um sieben Prozentpunkte überlegen waren. Ähnliches ermittelten die Investmentbank Goldman Sachs und Deutschlands größte Fondsgesellschaft DWS. Über einen Zeitraum von acht Jahren entwickelten sich 30 Unternehmen aus acht europäischen Ländern besser als alle jeweiligen Indizes dieser Länder.

Warum eine Politik, die sich mehr am Erhalt der Unabhängigkeit orientiert als am Ertrag, so erfolgreich ist, liegt in dem „menschlichen Phänomen des Unternehmers“, zeigt eine Studie der WestLB, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und des Finanzinvestors Apax Partners.

Der Unternehmenspatriarch beispielsweise aus der Nahrungsmittelindustrie finde viel schneller Zugang zu Kunden wie dem Discounter Aldi, der ebenfalls inhabergeführt sei, erläutert Norbert Winkeljohann, Vorstand von Price- Waterhouse-Coopers (PwC). Mitarbeiter aus Großkonzernen hätten da weniger Chancen. Weil die Unternehmenspatriarchen aber am Ende auch für ihre Fehler geradestehen müssen, gehen sie weniger risikoreiche Engagements ein.

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