Verhängnisvoller Kursverlauf Wer hat Angst vorm „Schwarzen Freitag“?

Ein Börsenchart geht um die Welt – und zeigt erstaunliche Parallelen zwischen 1929 und heute. Nun fürchten Anleger einen Crash wie damals am „Schwarzen Freitag“. Dabei ist alles nur ein raffinierter Trick.
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Börsenkrach 1929: Menschen versammeln sich vor dem Gebäude der New York Stock Exchange. Quelle: ap

Börsenkrach 1929: Menschen versammeln sich vor dem Gebäude der New York Stock Exchange.

(Foto: ap)

DüsseldorfEine Linie, die einer anderen Linie ganz ähnlich sieht – das reicht aus, um die Börsenwelt in Angst und Schrecken zu versetzen. Nach einem Vergleich der beiden Linien sind reihenweise Anleger davon überzeugt, dass ein großer Börsencrash unmittelbar bevorsteht.

Wenn Sie nun an der Zurechnungsfähigkeit mancher Finanzprofis zweifeln, dann kennen Sie vermutlich den sogenannten „Chart of Doom“ noch nicht, den Chart des Grauens. Dieser Börsenchart kursiert seit Ende vergangenen Jahres im Internet. Seitdem geht er um die Welt. Nachdem die Medien in den vergangenen Tagen auf das Thema angesprungen waren, erreichte der Hype seinen Höhepunkt.

Die besagte Grafik zeigt den Kursverlauf am amerikanischen Aktienmarkt – einmal im Jahr 1929 und einmal heute. Das Erstaunliche: Beide Kurven scheinen fast deckungsgleich zu verlaufen.

Wiederholt sich die Geschichte? Zwischen 1929 und heute gibt es angeblich deutliche Parallelen.

Wiederholt sich die Geschichte? Zwischen 1929 und heute gibt es angeblich deutliche Parallelen.

An der US-Börse ging es von Anfang 1928 bis September 1929 steil nach oben. Was dann passierte, ist bekannt: Am 24. Oktober 1929 brach der Dow Jones ein. Einen Tag später erreichte die Nachricht Europa, was hierzulande als Schwarzer Freitag in die Geschichte einging. Innerhalb weniger Wochen verloren Aktien einen Großteil ihres Wertes. Die Welt stürzte in die schwerste Wirtschaftskrise aller Zeiten.

Glaubt man an den „Chart of Doom“, dann steht genau das wieder bevor. Das Muster des Booms am Ende der 1920er-Jahre sieht der Rally von Mitte 2012 bis heute auf den ersten Blick sehr ähnlich. Um das Bild komplett zu machen, fehlt nur noch der Absturz.

Wiederholt sich also die Geschichte? Die Anhänger der Theorie glauben fest daran. Die Kritiker verweisen auf die Unterschiede zwischen damals und heute. Die liegen zum Beispiel in der Geldpolitik. Während die Notenbanken damals abrupt die Geldzufuhr stoppten, halten sie heute die Zinsen niedrig und drucken Geld. Die US-Notenbank fährt die Liquidität nur in sehr homöopathischen Dosen zurück – mit Bedacht auf die Märkte.

Der größte Unterschied aber ist ein anderer.

Wie sich Anleger manipulieren lassen
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14 Kommentare zu "Verhängnisvoller Kursverlauf: Wer hat Angst vorm „Schwarzen Freitag“?"

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  • Wieso zeigen Sie dann nicht auch eine Grafik mit den korrekten Proportionen?

  • man glaubt es nicht,vor ein paar monaten erst sind alle goldbesitzer so auf die schnautze gedonnert,dass man es in der ganzen welt hoeren und sehen konnte.jetzt kraehte wieder ein vollidiot und alle lemminge kaufen wieder gold fuer den naechsten schnautzenfall.gleiches gilt fuer die boerse,aber die bescheuerten lemminge lieben das auf die schnautze donnern wie drogentypen.

  • Wer wirklich in physisches Gold investiert, für den ist der Goldpreis eher nebensächlich, sondern es zählt der auch in Krisen bleibende innere Wert von physischen Gold.

    Was interessiert es, wenn der Goldpreis explodiert, aber die nur doch wertlose Schuldversprechen gedeckte Fiatwährung ihre Kaufkraft immer weiter verliert.

    Die Golddeckung des US-Dollar ist heute nur noch rund 1,8% oder anders ausgedrückt, der Dollar hat bereits mehr als 98% an Wert verloren.

    Diese Blüten sind nur soviel wert, wie ihnen noch Vertrauen und Glauben an die politsichen Schuldversprechen entgegen gebracht wird. Und die Historie des Fiatgeldes zeigt, dieser Glaube hält nicht ewig.

  • So ein Blödsinn...es gibt keinen Crash! Es gibt höchstens eine Bereinigung der Bankbilanzen.

    http://lupocattivoblog.com/2010/03/25/die-privatisierung-des-weltgeldsystems/

  • Ich bin jetzt aufgrund der allgemeinen Situation erst einmal weg von der Börse.
    Wenns am schönsten ist mit den Gewinnen muss man einfach aufhören :P

  • Was passiert jetzt? Verkaufen viele Anleger? Steigt der Goldpreis? Das hiesse jetzt Gold kaufen. In der Klappsmühle
    geht alles klarer zu. Ich vermute, dass durch diese Kurven noch mehr Geld nach oben geschaufelt wird, zu denen, die das ganze vielleicht lanciert haben.

  • Was passiert jetzt? Verkaufen viele Anleger? Steigt der Goldpreis? Das hiesse jetzt Gold kaufen. In der Klappsmühle
    geht alles klarer zu. Ich vermute, dass durch diese Kurven noch mehr Geld nach oben geschaufelt wird, zu denen, die das ganze vielleicht lanciert haben.

  • Wenn der „Chart of Doom“ etwas aufzeigt, dann ist es nicht der bevorstehende Börsencrash, sondern wie leicht sich Anleger manipulieren lassen und wie gut sich Charttechnik dazu verwenden lässt.<
    Das ganze zeigt, wie schlecht die meisten Menschen im Kopfrechnen sind. Ich sah den wichtigsten Unterschied auf einen Blick, benötigte die Erklärungen des Handelsblattes nicht.

  • Übereinanderlegen von Charts ist eine völlig gängige Praxis in der technischen Analyse. Kommen folgende Elemente dazu:
    1. Sentimentindikatoren in der Nähe von all-time-high
    2. Kauf von Wertpapieren auf Kredit auf all-time-high
    3. Abstand zu den gängigen 200 Tage-Linien auf extrem Werten
    Dann ist Cash King - nichts anderes sagt diese Graphik!

  • Ich beobachte diesen ganzen Zirkus um die herauf beschworenen Kurseinbrüche nun schon einige Monate, und bei einigen Anlegern hat selbst dieser "Zock" der Bären Früchte getragen.

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