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Wall-Street-Ausblick Alle Augen auf Bernanke

US-Notenbankchef Ben Bernanke und den großen Einzelhändlern dürfte in der kommenden Woche die volle Aufmerksamkeit der Anleger an der Wall Street zuteilwerden. Nach der überraschenden Anhebung des Diskontsatzes werden die Börsianer dem Fed-Chef den Reden vor dem Kongress besondere Aufmerksamkeit widmen.
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Fed-Chef Bernanke und die Daten der US-Einzelhändler werden in der kommenden Woche die US-Anleger bewegen. Quelle: ap

Fed-Chef Bernanke und die Daten der US-Einzelhändler werden in der kommenden Woche die US-Anleger bewegen.

(Foto: ap)

HB NEW YORK. Nach der überraschenden Anhebung des Diskontsatzes durch die Federal Reserve (Fed) am Donnerstagabend fiebern die Börsianer mit Spannung den Reden Bernankes vor dem Kongress entgegen. "Wir suchen nach mehr Klarheit, auf welchem Pfad sich die Fed befindet", sagte John Praveen von Prudential International Investments Advisers LLC. Ausschau werde vor allem nach Hinweisen auf den weiteren Verlauf der Exit-Strategie der Notenbank gehalten.

Die Fed hatte nach ihrer Entscheidung erklärt, die Leitzinsen über einen längeren Zeitraum nicht antasten zu wollen. Nach anfänglicher Besorgnis hatten die Anleger die Anhebung des Diskontsatzes von 0,5 auf 0,75 Prozent als Zeichen für die Stärke des Finanzsystems gedeutet. Zweifel blieben dennoch: "Gibt die Entscheidung das Vertrauen in die Stabilität der Märkte und die wirtschaftliche Erholung wieder, oder macht sich die Fed Sorgen um die Inflation und hebt deshalb die Zinsen an?" fasste Praveen die Unsicherheit der Börsianer zusammen. Bernanke wird am Mittwoch vor einem Komitee des Repräsentantenhauses erscheinen und am Donnerstag vor einem Senatsausschuss.

Daneben stehen Quartalszahlen von Einzelhändlern wie Home Depot, Target Corp und Macy's an.

Wichtige Stimmungsindikatoren

Zudem werden die Auftragseingänge für langlebige Güter nach Einschätzung der Commerzbank zeigen, ob sich die zuletzt zu beobachtende Belebung der Investitionen zu Jahresbeginn fortgesetzt hat. Die USA durchliefen derzeit ein geradezu klassisches Konjunkturmuster. Der Umschwung bei der Lagerhaltung sei in vollem Gange, die Unternehmen bauten ihre Lager immer weniger ab und dürften sie bald wieder auffüllen.

Entsprechend stiegen Auftragseingänge und Industrieproduktion, die sich erholende Kapazitätsauslastung dränge die Unternehmen zu zusätzlichen Investitionen, heißt es in der Studie des Bankhauses. Die jetzt anstehenden Auftragsdaten dürften zeigen, dass sich diese Entwicklung Anfang 2010 fortsetze.

Finance Briefing
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