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Wall Street-Ausblick Anleger blicken besorgt auf den Arbeitsmarkt

Zwar war der Februar der beste Handelsmonat seit November. Trotzdem können sich die Optimisten an der Wall Street nicht durchsetzen - zu groß ist die Angst vor schlechten Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Diese und andere Konjunkturdaten stehen in der kommenden Woche im Fokus.
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Das Wall Street-Straßenschild vor der Börse in New York. Quelle: dpa Quelle: dpa

Das Wall Street-Straßenschild vor der Börse in New York. Quelle: dpa

(Foto: dpa)

NEW YORK. Die Anleger erhoffen sich von den Zahlen vom Arbeitsmarkt Vorboten auf einen Frühling an den Aktienmärkten. Der Februar war zwar der beste Monat an den US-Börsen seit November, doch die letzte Handelswoche ging mit einem Minus zu Ende. Den Anlegern bereitet vor allem die Schwäche am Arbeitsmarkt Sorgen. Sie erinnert daran, dass die Wirtschaft die eisigen Zeiten noch immer nicht überwunden hat.

„Man kann nicht von einer Wirtschaftserholung sprechen, solange keine Jobs geschaffen werden“, sagte Charles Lieberman von Advisors Capital Management und zeigte sich zugleich vorsichtig optimistisch: Die Produktivität und einige Unternehmensgewinne seien bereits in die Höhe geschnellt. „Das dürfte bald dazu führen, dass wieder mehr Menschen eingestellt werden.“

Einen ersten Einblick in den amerikanischen Job-Markt bekommen die Anleger am Mittwoch, wenn der Arbeitsmarktbericht der privaten Agentur ADP für Februar erscheint. Einen Tag später folgen die jüngsten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und schließlich am Freitag der offizielle Bericht des Washingtoner Arbeitsministeriums. Diesen Bericht hält Paul Mendelsohn von Windham Financial Services für entscheidend: Wenn die Zahlen schwach ausfallen, bestätige das die düstere Lage am Arbeitsmarkt. Eine etwas bessere Statistik könne aber darauf hindeuten, dass mittlerweile mehr Jobs geschaffen werden als der Krise zum Opfer fallen.

Doch die Daten sind Analysten zufolge schwer einzuschätzen, weil das eisige Winterwetter das Bild verzerren könnte. Ein neuer Schneesturm lähmte am Freitag auch das Leben in New York., wohl auch deshalb blieb der Handel an der Wall Street dünn. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert bei 10.325 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,1 Prozent auf 1104 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,2 Prozent zu auf 2238 Punkte. Auf Wochensicht ergab sich für den Dow ein Minus von 0,8 Prozent, der S&P verlor 0,4 Prozent und die Nasdaq 0,3 Prozent. Im Februar legte der Dow dagegen 2,6 Prozent zu, der S&P 2,9 Prozent und die Nasdaq 4,2 Prozent.

Neben den Arbeitsmarktdaten erwartet die Anleger in den kommenden Tagen eine ganze Reihe weiterer Konjunkturdaten: Gleich am Montag die persönlichen Einkommen und der private Konsum sowie der Einkaufsmanagerindex für die Industrie, gefolgt am Dienstag vom US-Autoabsatz und am Mittwoch vom Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen sowie dem Konjunkturbericht der Fed „Beige Book“. Am Donnerstag stehen zudem noch die Zahlen zur Produktivität im vierten Quartal und der Verkauf bestehender Eigenheime im Kalender der Börsianer. Zudem dürfte jede neue Nachricht zur Schuldenkrise in Griechenland die Anleger in Atem halten. Die Bilanzsaison neigt sich zwar dem Ende. Doch eine Handvoll S&P-Unternehmen legen noch ihre Zahlen vor, so die Büromaterial-Kette Staples und der Pipeline-Betreiber El Paso.

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1 Kommentar zu "Wall Street-Ausblick: Anleger blicken besorgt auf den Arbeitsmarkt"

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  • Die börse läuft der Wirtschaft immer ein halbes Jahr voraus. Oder, der größte Schwindel seit 1929.

    Weltweit haben billionenschwere Konjunktur- und banksterrettungspakete die westlichen industrien vor dem Kollaps bewahrt. Doch jetzt sind die Strohfeuer alle wirkungslos verpufft und der iWF fordert schon wieder neue, noch größere Konjunktupakete, um den Zusammenbruch nochmals a bissl hinauszuschieben.
    Die börse, eine einzige "Erfolgsstory", für alle, die an den Weihnachtsmann glauben. Allein im Juni 2009 erhielten die bankster von der EZb 442 Mrd. Euro, von der Fed sogar 1,5 billionen Dollar, die fast ausschließlich zum Zocken an der börse und für den Eigenhandel verwendet wurden. Das selbe, als ob eine Firma, sagen wir mal VW, sich selbst 1 Mio. Fahrzeuge abkauft und auf Halde stellt und dann überall den gigantischen Erfolg des Umsatzzuwachses und des guten Managements proklamiert.
    Nichts Neues aus der Anstalt ....