Wegen Marktmanipulation Markus Frick muss ins Gefängnis

Weil er nahezu wertlose Aktien gegen Honorar hochgejubelt hat, ist der Ex-Börsenguru Markus Frick zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt worden. Dennoch verließ er das Gericht zunächst auf freiem Fuß.
Update: 25.02.2014 - 13:16 Uhr 6 Kommentare
Markus Frick (rechts) im Saal des Landgerichts Frankfurt am Main: Verurteilt zu zwei Jahren und sieben Monaten. In der Verhandlungspause in der Besprechung mit seinem Anwalt Daniel M. Krause. Quelle: dpa

Markus Frick (rechts) im Saal des Landgerichts Frankfurt am Main: Verurteilt zu zwei Jahren und sieben Monaten. In der Verhandlungspause in der Besprechung mit seinem Anwalt Daniel M. Krause.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer frühere TV-Börsenexperte Markus Frick ist wegen der Manipulation von Aktienkursen zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt sah es in seinem Urteil vom Dienstag als erwiesen an, dass der einschlägig vorbestrafte Frick im Mai 2012 mit seinen Empfehlungen die Kurse von drei Nebenwerten nach oben getrieben hat.

Er hat dafür 1,9 Millionen Euro in bar von seinen Auftraggebern erhalten, die ihre Aktien zu überhöhten Preisen in den Markt bringen konnten. Diesen Umstand hatte er den rund 3000 Abonnenten seines Börsenbriefs verschwiegen und sich nach Ansicht des Gerichts so der verbotenen Markmanipulation schuldig gemacht.

Frick verließ das Gericht nach fast 14 Monaten Untersuchungshaft auf freiem Fuß, weil zunächst der auf Fluchtgefahr begründete Haftbefehl gegen ihn ausgesetzt wurde. Er musste Pass und Personalausweis abgeben und sich künftig einmal in der Woche bei der Polizei an seinem Wohnsitz melden, verfügte das Gericht. Seine Reststrafe muss Frick erst antreten, wenn das Urteil rechtskräftig ist. Man prüfe, ob man Rechtsmittel einlegen wolle, sagte Fricks Anwalt Daniel Krause.

Außerdem könnte das Landgericht Berlin die Bewährung auf die ebenfalls wegen Marktmanipulation ergangenen Haftstrafe aus dem Jahr 2011 widerrufen. Das gilt als wahrscheinlich, weil Frick innerhalb der auf drei Jahre festgesetzten Bewährungsfrist erneut eine gleichgelagerte Straftat begangen hat. Er müsste dann auch diese auf 21 Monate Haft lautende Strafe absitzen. Die Berliner Justiz will sich damit nach Angaben eines Sprechers erst befassen, wenn das Frankfurter Urteil rechtskräftig vorliegt.

Geständnis voller „Einsicht und Reue“
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6 Kommentare zu "Wegen Marktmanipulation: Markus Frick muss ins Gefängnis"

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  • bei unsachlichen verbrechern soll man als kritiker sachlich bleiben????ich denke der zensor muss nochmal in den deutschuntericht ab der ersten klasse.auch der IQ scheint bei dem zensor zu wuenschen uebrig lassen [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Die Kleinen hängt man....

  • Frau König, Präsidentin der BaFin, könnte derartiges nicht passieren. Leistet sie Amtshilfe beim Abzocken der Versicherten, ist dies kein Straftatbestand, sichert aber ihren Sessel.

    Macht sich da denn niemand Gedanken über derartiges Ungleichgewicht?

    Was ist die Lehre daraus?
    Wenn Du also kriminell bist, dann seh' zu, dass "die" anderen auch daran partizipieren!

  • Hat scheinbar ein wenig gelitten in der Kiste, so wie er auf dem Bild aussieht. Wird bestimmt noch mehr leiden müssen, demnächst. Da ist ja was zu holen.

  • hätts wie beim ersten prozeß 50 millionen zum beschlagnahmen und einziehen gegeben , wär sicher ne bewährung drin gewesen.

    wegen 2 mio in die kiste , da müßten sich ja die händlersääle leeren


    oh gott.......

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