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Alstom ist wieder einen Blick wert Reine Spekulation

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Zur Erinnerung: Alstom geriet ins Trudeln, nachdem der Konzern vom Konkurrenten ABB das Geschäft mit Großturbinen übernommen hatte. Diese Turbinen vom Typ GT24 und GT26 wiesen Konstruktionsmängel auf; die Entschädigungsleistungen für Kunden und die Kosten für Nachbesserungen an der Konstruktion verschlangen Milliarden. Der französische Staat sprang ein, um seinen „nationalen Champion“ zu retten. Das Unternehmen stellt u.a. die TGV-Schnellzüge her.

Mittlerweile füllen sich die Auftragsbücher von Alstom wieder, vor allem in Asien und China machen die Franzosen gute Geschäfte. Doch der Konzern bleibt verwundbar. Die Eigenkapitaldecke ist nach wie vor dünn, auch wenn Alstom-Chef Kron schwört, dass das Unternehmen keinen aktuellen Kapitalbedarf hat.

Das verleiht der Aktie ein weiteres, spekulatives Element mit Blick auf die langfristige Zukunft von Alstom. Experten vermuten, dass das Unternehmen alleine keine große Zukunft haben wird. Über eine Fusion mit dem staatlichen Nuklear-Konzern Areva wird daher immer wieder spekuliert. Doch dieses Szenario ist alleine deshalb auszuschließen, da die Brüsseler Wettbewerbshüter dies als eine versteckte Beihilfe des französischen Staates bewerten würden. Nach wie vor hat die EU-Wettbewerbskommission ein waches Auge auf alle Vorgänge rund um Alstom.

Sollte Kron mit der Gesundung seines Konzerns indes weiter vorankommen, gibt es keinen Grund zu glauben, warum sich nicht Wettbewerber wie Siemens doch für eine Übernahme interessieren könnten. Denn in gut drei Jahren muss der französische Staat seine gut 20-prozentige Alstom-Beteiligung verkaufen. Dies wäre eine gute Gelegenheit, dies im Rahmen eines industriellen Projektes zu tun. Aber das ist, wie gesagt, reine Spekulation. Das wiederum macht bekanntlich den Reiz der Börse aus.

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