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Bulle & Bär Wiederholt sich die Geschichte?

Ist die aktuelle Wirtschaftskrise mit der Großen Depression der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts vergleichbar? Ökonomen verneinen dies mehrheitlich und geben Entwarnung. Jedoch gibt es ein Researchhaus, das sagt, die jetzige Lage sei sogar viel schlimmer als damals.

FRANKFURT. Die Fachleute von CIS Asset Management in Frankfurt haben akribisch Daten und Fakten aus Archiven und Bibliotheken in New York beschafft und die seinerzeitige Situation mit der heutigen verglichen. Das Urteil ihrer Recherchen: Die aktuelle Situation ist wesentlich dramatischer als die Zeit der Großen Depression. So könne heute von einer „Great Depression 2.0“ gesprochen werden.

Der in den USA durch Immobilien- und Aktienkrise erzwungene Konsumverzicht werde die Gesamtwirtschaft auf Jahre lähmen und die Unternehmensgewinne von 2007 bis 2010 um 90 Prozent einbrechen lassen. Und daher sei bei einigen Anlageklassen noch mit Wertverlusten von weiteren 50 Prozent zu rechnen.

Solche vergleichenden Analysen berücksichtigen jedoch zu wenig die Unterschiede zwischen damals und heute. Seinerzeit existierte im Sprachschatz der Menschen das Wort Globalisierung so gut wie nicht. Mit China, Indien und den ölreichen Staaten sind inzwischen ökonomische Supermächte entstanden, die nicht nur von der Wirtschaftskraft der USA abhängen. Zudem ist heute der Informationsaustausch zwischen einzelnen Wirtschaftsblöcken sowie die Bereitschaft zu konzertierten internationalen Aktionen größer.

Wie immer man auch zu den gigantischen Hilfspaketen der Regierungen und zur generösen Geldpolitik der Notenbanken steht – auch hier stellt sich die Situation im Vergleich zu den 30er-Jahren völlig anders dar. Noch werden die Aktienmärkte von der Hoffnung getrieben, dass diese mittelfristig auf Geldentwertung hinauslaufenden Maßnahmen greifen – und Regierungen und Notenbanken später auch eine sinnvolle Exit-Strategie finden werden.

Dies sind schwierige Zeiten für Börsen-Optimisten. Doch sie haben ein stichhaltigstes Argument: Anleger, die viel Geld in Geldmarktfonds geparkt haben, schauen nach interessanteren Investments – wie Aktien!

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