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Carl Zeiss Meditec trotz geringem Streubesitz reizvoll Medizin fürs Depot

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Um das Potenzial des Unternehmens zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf den Verwendungszweck der Produkte: Carl Zeiss Meditec stellt Systeme zur Augenheilkunde her, die von Ärzten und Kliniken benötigt werden. Außer den Anwendungen bei Erkrankungen der Netzhaut sowie bei Grauem und Grünem Star setzt das Unternehmen auch auf die operative Behandlung der Fehlsichtigkeit mit Laserstrahlen. Das Hauptkapital des Unternehmens, da sind sich Beobachter einig, ist sein guter Name. Für Zeiss Meditec spricht auch die breite Produktpalette; zudem kann das Unternehmen die Forschungskapazitäten der Zeiss- Gruppe nutzen. Hohe Wachstumsraten sind vor allem im Bereich Laserchirurgie zu erwarten. Und das wird auch auf den Aktienkurs durchschlagen. Burger, der zum Kauf rät, erwartet einen Kursgewinn von über zehn Prozent, Sal. Oppenheim eine „überdurchschnittliche Kursentwicklung“.

Lücken, die gegenwärtig noch im Bereich künstlicher Linsen bestehen, könnten im nächsten Jahr mit Akquisitionen geschlossen werden – das hat der Vorstand bereits angedeutet. Über entsprechende Mittel verfügt das Unternehmen ja, zumal es gerade eine Kapitalerhöhung hinter sich hat.

In Bezug auf die Unternehmensstrategie liegt Zeiss zwar gegenüber einigen Konkurrenten im Ausland noch im Hintertreffen. So hat etwa der Konkurrent Wavelight aus Erlangen im Bereich refraktive Augenlaser – damit kann man Fehlsichtigkeit behandeln – in den USA bereits die Marktzulassung der Food & Drug Administration erhalten. Zeiss steht dieser Schritt noch bevor. Auch hat das Unternehmen in Japan noch keine Marktzulassung für den refraktiven Laser. Doch in beiden Regionen dürfte die Zulassung noch erfolgen.

Einen entscheidenden Nachteil hat das Unternehmen aber für Anleger: Der Free-Float (Anteil frei handelbarer Aktien) liegt unter 30 Prozent, während die Marktkapitalisierung immerhin über 300 Mill. Euro beträgt. Allerdings soll der Hauptanteilseigner, die Zeiss-Gruppe, eine Umplatzierung planen, so dass der Free-Float steigt. Dann könnte der Wert eventuell auch in den TecDax aufgenommen werden.

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