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Keine Zeit für Bären Moskauer Börse eilt von Rekord zu Rekord

Schön, wenn ein Börsenindex zu über der Hälfte aus Ölaktien besteht. Öl boomt bekanntlich seit über einem Jahr. Und noch schöner, wenn der Ölpreis dann auch noch in die Höhe schießt wie eine frisch angestochene, schwarz in den Himmel sprudelnde Ölquelle. Russlands Aktienmarkt wird zu mehr als 60 % durch Öl-Papiere dominiert, hinzu kommen Werte aus dem Erdgas-, Edelmetall- und Stahlbereich.

MOSKAU. So wundert es kaum, dass der Moskauer RTS-Index von einem Allzeithoch zum nächsten eilt. Und die Aussichten sind gut, weil neben Öl und den übrigen Rohstoffen auch die Wirtschaft des Landes boomt.

Nicht nur der Ölpreis notiert weit oben, auch Nickel und Palladium eilen von Rekord zu Rekord. Vielerorts kann die Produktion nicht mehr ausgeweitet werden, weil Koks oder Bauxit fehlen – und alle Augen richten sich auf Russland, das in die Bresche springen soll. Denn viele Unternehmen zwischen Petersburg und Pazifik haben sich seit dem Finanz-Crash 1998 in beachtlicher Weise modernisiert. Jetzt ernten sie die Früchte in Form hoher Aktienkurse und voller Auftragsbücher. Und das angesichts exzellenter Preise: So stieg Platin diese Woche auf ein 24-Jahres-Hoch, Palladium erreichte den höchsten Preis seit 17 Jahren.

Doch es ist nicht nur die für Russland überaus günstige Rohstoff-Konjunktur, die die Börse nach oben treibt. Viele Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht, genauso der Staat mit seiner radikalen Steuerreform, Firmenumstrukturierungen und einem Wirtschaftswachstum von 7,3 % im vorigen und erwarteten 6,3 % in diesem Jahr. Erstmals seit dem Zusammenbruch der UdSSR 1991 ist ein Netto-Kapitalzufluss in Sicht. Hinzu kommt, dass Investitionen steigen und die Binnennachfrage zulegt.

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