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Streichkandidaten sind allerdings rar In Deutschland gibt es wieder mehr als 30 Blue Chips

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Da gibt es allerdings mit Beiersdorf und T-Online noch zwei Wettbewerber auf Augenhöhe, wobei die Situation bei beiden nicht mit Puma vergleichbar ist. Schließlich gab es um Beiersdorf monatelang ein Übernahmegerangel, wodurch sich die Aktie zwangsläufig vor jeder Indexentscheidung selbst disqualifizierte. Einen Kandidaten mit ungewissen Eigentümerverhältnissen will man nunmal nicht unter Deutschlands Top-Aktien. Seitdem diese Frage weitgehend geklärt ist, ist Beiersdorf auch wieder ein ernst zu nehmender Kandidat.

Nur ist die Konkurrenz größer geworden. T-Online musste noch vor einem Jahr mit dem Malus leben, dass die Aktie einst am Neuen Markt gelistet war. Auch waren für einen Internet-Service-Provider die Chancen auf eine Aufnahme in den eher traditionell geprägten Dax gering. Seitdem sich aber herumgesprochen hat, dass über 13 Mill. der insgesamt 80 Mill. Deutschen Kunden bei T-Online sind und die Telekom-Tochter im allgemeinen Konsolidierungsprozess in der Branche eine aktive Rolle spielt, ist die Wahrnehmung bei vielen Experten eine andere. Und der Neue Markt ist sowieso längst kein Thema mehr.

Zu den drei bekannten Kandidaten könnte schon bald die Hypo Real Estate hinzustoßen. Die ist zwar erst seit Herbst an der Börse gelistet und muss nun erstmal in den MDax vorstoßen. Das dürfte bei der nächsten Sitzung des Arbeitskreis Aktienindizes am 17.Februar jedoch nur eine Formalie sein. Bereits ein Vierteljahr später könnte die Immobilien-Gesellschaft dann theoretisch in den Dax einziehen.

„Nur für wen?“ stellt sich die Frage. Da sich unter den derzeitigen Dax-Unternehmen keine schwächelnden Kandidaten finden, müsste es schon zu einer Übernahme kommen, um einen Platz frei zu machen. Spekulationen über eine Fusion von Hypo-Vereinsbank und Commerzbank gab es erst gestern wieder am Aktienmarkt. Nachfolgekandidaten gibt es inzwischen mehr als genug.

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