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W.E.T.-Aktionäre wehren sich gegen Übernahme Eiskalt von der Börse

Eigentlich war es ein kluger Schachzug von Hg-Capital, die Mehrheit am Weltmarktführer für Autositzheizungen W.E.T. zu übernehmen. Denn diese Perle auf dem deutschen Kurszettel hat lange Zeit keiner bemerkt.
  • Marcus Pfeil (Handelsblatt)

DÜSSELDORF. Eigentlich war es ein genialer Plan der Private-Equity-Gesellschaft, den Aktionären ein Abfindungsangebot über 54,47 Euro je Aktie zu unterbreiten mit dem Ziel, 95 Prozent der W.E.T.-Anteile zu übernehmen und die verbleibenden Kleinaktionäre aus der Gesellschaft herauszudrängen (Squeeze Out). Die W.E.T.-Aktie sollte vom Kurszettel verschwinden.

Dumm für Hg-Capital war nur, dass auch die Aktionäre wussten, dass der faire Wert der W.E.T.-Aktie irgendwo zwischen 60 und 80 Euro liegt. Dumm war, dass sie auch wussten, dass die W.E.T.-Vorstände Peter Moll und Dieter Haap sich mit drei Prozent an ihrem neuen Eigentümer beteiligt haben – zu Vorzugspreisen. Und genauso dumm war es für Hg-Capital, dass die Kleinaktionäre wussten, dass der vermeintlich unabhängige Bewertungsgutachter PWC seit Jahren mit Hg-Capital zusammen arbeitet.

Um ans Ziel zu gelangen, schwärzten die W.E.T.-Oberen im zur Hauptversammlung vorgelegten Gutachten die Zahlen, aus denen PWC die niedrige Abfindung herleitete. Skeptisch waren die Kleinaktionäre ohnehin: Im letzten Quartalsbericht war noch ein Jahresgewinn auf Vorjahreshöhe angekündigt worden. Nun unterstellten die W.E.T-Oberen einen Gewinneinbruch von 40 Prozent, um das Angebot von 54,47 zu rechtfertigen. Und überhaupt: Warum sollten die freien Aktionäre dieses Angebot annehmen, wenn die Aktie an der Börse seit Wochen um 58 Euro gehandelt wird?

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