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500 000 Barrel pro Tag ab Februar Opec drosselt Förderung mit Bedacht

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) will ihre Fördermenge im Februar und damit erst nach dem Höhepunkt der Heizperiode ein weiteres Mal drosseln. Das Kartell einigte sich bei seinem Treffen in Nigeria am Donnerstag nach Angaben von Katars Ölminister Abdullah bin Hamad Al Attiyah auf eine Kürzung um zwei Prozent oder 500 000 Barrel pro Tag. Diese Kürzung werde unabhängig von der weiteren Preisentwicklung vorgenommen, sagte er. Die Ölpreise zogen nach dem Beschluss deutlich an.
Ein Ölfeld in Saudi-Arabien. Foto: dpa

Ein Ölfeld in Saudi-Arabien. Foto: dpa

HB ABUJA. Ursprünglich war bereits für 1. Januar mit einer weiteren Drosselung gerechnet worden. Doch angesichts der jüngsten Preisanstiege wieder über 60 Dollar und der Befürchtungen der Verbraucherländer vor einem erneuten Höhenflug der Ölpreise verschob die Gruppe dies nun auf Februar. Dann ist auf der Nordhalbkugel der Winter und damit die Heizperiode fast vorbei.

So hatten unter anderem die USA und auch die Internationale Energieagentur (IEA), die 26 Industrieländer berät, der Opec zum Abwarten geraten. Das Kartell hatte bereits im Oktober die Fördermenge um 1,2 Millionen Barrel auf nunmehr 26,3 Millionen Barrel pro Tag reduziert. Damit stoppte die Opec, die mehr als ein Drittel der weltweiten Ölproduktion beisteuert, einen rund dreimonatigen Preisverfall um 25 Prozent.

Vor dem Treffen in der nigerianischen Metropole Abuja bestand unter den Mitgliedsländern Einigkeit, dass zuviel Öl am Markt sei, was eine erneute Drosselung erfordere. So liegen die Vorräte etwa beim größten Öl-Verbraucher USA aktuell so hoch wie seit acht Jahren nicht mehr zu dieser Zeit. Zugleich gab es aber Unstimmigkeiten über den Zeitpunkt einer Produktions-Verringerung. Bei einer Kürzung bereits im Januar drohte ein enormer Preisanstieg. Eine Verzögerung könnte dagegen einen Preisverfall nach dem Winter, also im zweiten Quartal, nach sich ziehen.

Am Donnerstag legte der Preis für ein Barrel der führenden Nordsee-Sorte Brent um knapp einen Dollar auf 62,24 Dollar zu. US-Öl verteuerte sich um 93 Cent auf 62,30 Dollar. Im Juli hatte der Ölpreis ein Rekordhoch von 78,40 Dollar erreicht.

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