500-Euro-Note Der Schein betrügt

Ist der 500-Euro-Schein der Schlüssel zur Lösung der Probleme der Währungsunion? Ein Analyst der Bank of America fordert: Schafft die Note ab! Das bringe Wachstum, frisches Geld – und mache Kriminellen das Leben schwer.
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Ein 500-Euro-Schein wird auf Echtheit geprüft. Quelle: ap

Ein 500-Euro-Schein wird auf Echtheit geprüft.

(Foto: ap)

Er ist violett, misst 160 mal 82 Millimeter, zeigt moderne europäische Bauwerke – und nur die Wenigsten haben ihn jemals zu Gesicht bekommen: Der 500-Euro-Schein. Kaum eine andere Volkswirtschaft von nennenswerter Größe verfügt über eine derart wertvolle Banknote.

Nun könnte ausgerechnet der seltene Schein dem krisengeplagten Europa aus der Patsche helfen. Und zwar, indem er abgeschafft wird. Das zumindest meint Athanasios Vamvakidis, Währungsexperte bei der der US-Großbank Bank of America. „Das wird den Euro schwächen und die Wirtschaft ankurbeln“, empfahl der Analyst in einer Mitteilung. „Es wäre eine Win-Win-Idee“.

Das Problem bislang: Der 500er, so Vamvakidis, diene in Europa vor allem als „Matratzen-Geld“. Anstatt ihn in den Wirtschaftskreislauf zu stecken, nutzten die Menschen den Schein vor allem als Wertanlage und horteten ihn zu Hause. Und so sei die Banknote auch besonders bei Kriminellen beliebt, die damit Geld waschen oder vor der Steuer verstecken.

Eine Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) scheint dem Analysten Recht zu geben: Demnach werden tatsächlich nur ein Drittel der knapp 600 Millionen im Umlauf befindlichen 500-Euro-Scheine als Zahlungsmittel genutzt. Der Rest im Gesamtwert von rund 300 Millionen Dollar steckt irgendwo im Safe, unter der Matzratze oder im Socken.

Auch die Ereignisse in Großbritannien stützen Vamvakidis` Thesen. Dort wurde die Ausgabe der Noten im Jahr 2010 gestoppt. Die Sicherheitsbehörde Serious Organized Crime Agency war zu dem Ergebnis gekommen, dass 90 Prozent aller 500-Euro-Scheine im Besitz der Organisierten Kriminalität war. „Es gibt harte Beweise über das Ausmaß des kriminellen Missbrauchs von 500-Euro-Scheinen”, heißt es in einer Untersuchung. In den USA war die 500-Dollar-Note bereits 1969 abgeschafft worden – als Maßnahme im Kampf gegen Organisierte Kriminalität.

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Kriminelle lieben große Scheine
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31 Kommentare zu "500-Euro-Note: Der Schein betrügt"

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  • Auf so einen Austritt warten gewisse Kreise womöglich

    "Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mitverdienen konnte."
    Churchill

  • Auf so einen Austritt warten gewisse Kreise womöglich

    "Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mitverdienen konnte."
    Churchill

  • Ein Analzyst der Bank of America fordert...
    Haben die auch was zu fordern?
    Sollen sich um ihren eigenen Mist kümmern!

    Die nächste Stufe wird der Versuch zur Abschaffung jeglichen Bargelds sein - unsere Werte sind ja auch als reines Buchgeld bei den Banken viel besser aufgehoben...
    Schweden: "Bargeld braucht nur noch die Oma und der Bankräuber"

    Ansonsten üble Hetze auch gegen jeden, der sein Lebenswerk vor diesen Häschern in Sicherheit bringen will. Sicher gibt es auch Kriminelle, die große Scheine nutzen (und die von den "Politikern" und Bankstern, die hier das Maul aufreißen, gar nicht so weit entfernt sein müssen), aber mehrheitlich werden hier Leute diffamiert, die den Rest ihres x-fach versteuerten Geldes einfach mal für sich haben wollen.

    Passt schon prima in die gegenwärtige Hexenjagd. Wir alle sind Steuerhinterzieher, Kriminelle, Klimasünder, Energieverschwender und wohl auch internationale Terroristen.
    Nur gut, dass es die Inquisition gibt, die uns läutert.

  • was für ein unglaublicher, ein entsetzlicher Schwachsinn!!! Wenn dies nur der Höhepunkt der Wall-Street-Intelligenz sein soll, dann ...., oh, Gott, ich soll lieber schweigen..., was für Niveau ist es, oh Himmel!

    Wie wär´s damit, das Funktionieren des Finanzsystems weltweit wieder herzustellen, wie wär´s damit mit diesen maßlosen Manipulationen an den Aktienmärkten aufzuhören. Die Leute sehen doch, wie die Kurse so maßlos manipuliert werden. Erst wenn die Kurse, und das Funktionieren der Märkte wieder hergestellt wird, erst dann werden die Menschen, die Rentenfonds, die großen und kleinen Investoren ihr Geld wieder der Wirtschaft anvertrauen, investieren umd vom Wachstum zu partizipieren. Und nur dann wird die Wirtschaft wieder in Gang kommen, nur durch den Verkauf von Aktien wird die Wirtschaft genug Mittel für die Entwicklung haben. Dies ist die einzige Lösung, die Einzige Möglichkeit, dies ist das Prinzip - ja die Basis des heutigen Kapitalismussystems. Und nicht irgendwelche Sowjet-Plant-Maßnahmen.
    Aber die Manipulation an den Märkten hört schon sein ca. 4-5 Jahren nicht auf, jeder Mensch sieht das, und keiner will sein Geld mehr in die Wirtschaft durch die Märkte pumpen. Nein. Alle werden ihr Geld nun auch ohne Verzinsung zu Hause halten. Dijenigen, die einst ihr Geld in Aktien, Investmentfonds, Immofonds etc. investiert haben, haben fast alles (bei mir die Commerzbank über 75 %!) verloren, und diese Manipulationen hören nicht auf. Alles tritt an der Stelle. Wir stehen am Rande einer globalen Rezession, die nur politisch gelöst werden kann und zwar mit Einsatz von schwer Instrumenten, wie mir scheint.

    Das Land, das am meisten die Kurse so manipuliert, verliert auch am meisten an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung und rutscht in unseren Augen unaufhaltsam in die Bedeutungslosigkeit ab wie einst eine andere "Großmacht", trotz ihrer Waffen....

    Isaak Busch - vereidigter Übersetzer für Russisch
    www.isaak-busch.de


  • "Eine Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) scheint dem Analysten Recht zu geben: Demnach werden tatsächlich nur ein Drittel der knapp 600 Millionen im Umlauf befindlichen 500-Euro-Scheine als Zahlungsmittel genutzt. Der Rest im Gesamtwert von rund 300 Millionen Dollar steckt irgendwo im Safe, unter der Matratze oder im Socken."

    Nur so nebenbei: Welch armseliger Artikel, welch dumme Rechnung eines (Handelsblatt???) EZB-Analysten...

    600Mio x €500Scheine = 300.000 Millionen € oder 300 Milliarden €
    "Der Rest", also zwei Drittel davon (die unter den Matratzen liegen) sind nach Adam Riese 400Mio x €500Scheine = 200.000 Millionen € oder 200 Milliarden € und nicht 300Mio Dollar(???)

    Ergo: Die EZB kann nicht rechnen, das Handelsblatt kann nicht nachrechnen, $ nicht von € unterscheiden und.... es fällt offensichtlich gar nicht auf!!! Nicht mal dem @Rechner. TOLL + Gute Nacht !




  • Was soll das? Erst Bankunden enteignen und jetzt Bargeld abschaffen wollen? Und eine Uebergangsfrist von einen Monat ist wirklich ein Witz. Wer kann schoen nachweissn, wo er das Geld her hat? Lebensmittel und Silber sind besser als Papiergeld, total Alternativlos!

  • Sie haben den Sinn dieser Artikel nicht verstanden. Halten Sie sich bitte folgende Grundregeln vor Augen:
    -Wolfgang Schäuble ist ein ehrlicher Mann.
    -Jean-Claude Juncker würde uns niemals belügen
    -Herman Van Rompuy macht immer einen guten Eindruck
    -Martin Schulz ist ein weitsichtiger Parlamentspräsident
    -die EZB bekämpft die Inflation
    -der Euro ist ein Garant für den Frieden
    -die Banken wollen nur unser Bestes

  • Und dazu passt auch der Artikel auf der Taz..wie Banker Millionen am Fiskus vorbei anlegen :)

    Der Ex-Banker Rudolf Elmer erzählt, wie leicht man seine Millionen dem Staat entziehen kann. Und welchen Service die Banken dabei bieten.

    http://www.taz.de/Ex-Banker-ueber-Steueroasen/!114402/

    Das Bargeld abschaffen halte ich für nicht gut.

    1. kann man dann einen mehr erpressen - wenn du nicht spurst und machst was ich will, sperr ich dein Konto

    2. muß man dann noch mehr an die Banken abdrücken - Gebühren!!

    3. ist Bargeld ein wenig Freiheit so als Lohnsklave...

    4. bin ich ohne Bargeld der gläserne Bürger!! Totalkontrolle über den Menschen durch die Herrschende Klasse!!

    Ich denke, dass Kriminelle auch mit elektronischem Geld Mittel und Wege finden, ihren Reichtum bzw. Schwarzgeld zu verschleiern. Mit Geld kann man immer Menschen, Banker kaufen!


    @keeper.....es gibt keine Leistungsgesellschaft!! Oder warum haben Reiche Erben so viel Geld, ohne je eine Leistung für die Gesellschaft erbracht zu haben?! :)

    Dieses wort ist reine Herrschaftssprache um die arbeitende Bevölkerung noch mehr auszupressen. Die Folge sind Egoismus, Bournout, Depressionen, Konsum von Drogen usw.

    Wer bestimmt wie eine Leistung bezahlt wird?! Was ist Leistung überhaupt?! Leistet der Bäcker weniger als der Beamte, der Politiker? Und wenn ja, warum ist das so?....Die Herrschende Klasse legt fest, wer leistet. Warum bekommt ein Beamter in der Verwaltung mehr Geld als ein Bäckerangestellter? Papier kann man nicht essen!! Brot braucht jeder. Und dafür muß man auch noch in der Nacht aufstehen. Richtig malochen...Hat nicht viel vom Tage. Während ein Beamter ein vorwiegend angenehmes Arbeiten hat und vorallem viel Freizeit! Denn für den Beamten fällt Freitags ab 12./13.00 Uhr der Hammer! Dann ist WE angesagt. Nur mal so als ein Bsp.

  • KORREKTUR:

    In Großbritannien ist der Euro KEIN gesetzliches Zahlungsmittel und wird demzufolge überhaupt nicht ausgegeben.

  • Deutschland kann nicht anders handeln, es gehört zum Kartell dazu. Ein Austritt oder besser die Einführung echten Geldes (z.B. goldgedeckt) ist damit nicht möglich - oder wir stellen uns wieder gegen das gesamte westliche Bankenwesen. Der Ausgang eines solchen Unterfangens ist bekannt...

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