Begehrtes Edelmetall „Silber wird knapper sein als Gold“

Wer Silber kauft, braucht starke Nerven. Der Preis schwankt stark. Doch Experten sagen: Silber wird sich besser entwickeln als Gold. Inflation und Industrie treiben den Preis. Worauf Anleger achten müssen.
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Glänzende Aussichten: Silber könnte langfristig an Wert gewinnen. Quelle: Reuters

Glänzende Aussichten: Silber könnte langfristig an Wert gewinnen.

(Foto: Reuters)

KölnDer Silberpreis fällt. Allein am vergangenen Mittwoch verlor Silber zeitweise vier Prozent und sank auf nur noch gut 31 Dollar je Feinunze. Über die vergangenen vier Wochen hat das Edelmetall fast acht Prozent eingebüßt. Sollten sich Anleger nun Sorgen machen?

Im Gegenteil. Sinkt der Preis noch weiter, könnte sich sogar eine günstige Einstiegsgelegenheit bieten. „Bei 28 bis 30 Dollar denken wir wieder über weitere Positionen nach“, sagt Philipp Vorndran, Kapitalmarkt-Stratege der Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch.

Längerfristig rechnet Vorndran mit steigenden Silberpreisen. Nach einer Seitwärtsbewegung zwischen 28 und 40 Dollar im laufenden Jahr werde 2013 die steigende Inflation Edelmetalle antreiben, so seine Prognose.

Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst der Commerzbank, sieht die Zeit zum Einstieg bereits gekommen. Für das laufende Jahr rechnet er mit einem Anstieg des Silberpreises auf 38 Dollar, im kommenden soll es sogar auf 50 Dollar hinaufgehen. „Silber steht als Geldanlage vor dem Comeback“, sagt er. Doch von heute auf morgen geschehe das nicht, der Silberpreis habe erst längerfristig Aufwärtspotenzial.

Selbst wenn längerfristig keine realen Zuwächse in der Kaufkraft bei Gold und Silber zu sehen sein werden, werde der Preis mit der Inflationsrate steigen, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte der Stabilitas. „Die überschüssige Liquidität am Markt wird über kurz oder lang in Sachwerte fließen. Damit sind Preissteigerungen bei Edelmetallen für die nächsten zwei bis drei Jahre so gut wie sicher.“

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Für Silber braucht man starke Nerven
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22 Kommentare zu "Begehrtes Edelmetall: „Silber wird knapper sein als Gold“"

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  • "der faire Preis läge bei 5$"(Pro Kg nehm' ich an)
    Für 5$/Unze,würde sich der südafrikanische Bergmann vielleicht am Hintern kratzen,aber kein Gramm Au aus der Erde buddeln!
    Der Herr Kostolany hätte recht,wenn dieses Metall wie Braunkohle gefördert werden könnte.
    Der Preis für Gold, setzt sich zusammen aus Gier und Förderkosten.
    In God we trust

  • "staubiger Tand" gefällt mir!
    Aber froh wäre ich,wenn ich einiges davon günstig "abstauben" könnte!

    In God we trust

  • "Silber wird knapper sein als Gold"
    Wieso? Schießt man das Silber auf den Mond?
    Silber wird GEbraucht,aber nicht VErbraucht!
    Je mehr davon verarbeitet wird,steigt auch durch das sog. Recycling,die Menge zur Wiederverwertung.
    In God we trust

  • Steigt der Silberpreis? Die einen sagenja,die anderen sagen nein.
    Spaß beiseite: Solange Ag quasi zwangsläufig bei vielen Rohstoffen mit gefördert wird,steigt der Preis für dieses Metall, wenn das eigentlich geförderte knapp wird.
    Natürlich geschieht das irgend wann-aber wann?
    Haben die, welche auf einen bemerkensweten Preisanstieg warten,solange Zeit?
    Die Hoffnung stirbt zuletzt!

  • Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und den ganzen staubigen Tand verkauft. Vielen Dank



  • Artikel im HB von heute:
    Falsche Hoffnungen ließen die Förderkosten explodieren

    Sie sollten mehr HB lesen, nur so, um informiert zu sein über die Produktionskosten pro Unze Feingold.

    Für ihre 5 Dollar dürfen sie dann einen Krügerrand mal 15Sekunden in der Hand halten.

    Schönen Tag noch.

  • Wer ist bitteschön Kostolany?

    ... na klar, "Nur Bares ist Wahres"! Die Frage ist eben nur, wie es beschaffen ist: Eine Gold- oder Silbermünze aus dem vergangenen Jahrtausend hat heute immernoch mindestens die gleiche Kaufkraft, wie zur Zeit ihrer Prägung (im Idealfall sogar eine höhere) und daran wird sich auch in den nächsten tausend Jahren nicht viel ändern.

    Die gleiche Tatsache trifft auf Papiergeld der Fiat-Währungen allerdings nicht zu. Geldscheine und wertlose Blechmünzen sind nichts weiter als Zahlungsversprechen ... von korrupten Regierungen an ihre Unterlinge.

    Versuch' doch einfach mal (heute) mit einem D-Mark Schein, ein Brot zu kaufen (schon vergessen, was D-Mark ist - frag' Mama). Selbst wenn ein Numismatiker Dir das ungültige bedruckte Klopapier gegen gültiges bedrucktes Klopapier eintauscht (denn auf der Bank geht das schon lange nicht mehr) wird es nicht für ein Brot reichen.

    Jetzt machchst Du den gleichen Versuch mit einer Goldmünze von irgendwann und irgendwo aus der Menschheitsgeschichte.

    Guten Appetit!

    Fazit: Gold und Silber (in Münzform) sind BARGELD!

    Also dann: Viel Spaß bei der nächsten Währungsreform!

    P.S.: Papiertaschentücher kann man jetzt noch günstig für Papiergeld erwerben, Gold- und Silbermünzen übrigens auch (im Moment wieder).

  • Für die U50-jährigen: Die Story vom "preiswerten" Silber
    im Vergleich zu Gold lese ich in den "Fach"-Zeitschriften seit 40 Jahren mit immer den gleichen Argumenten.

  • Diese "Papiergeld"-Parolen sind köstlich. Bukowski hat uns den Floh einer EUdSSR ins Ohr gesetzt, Eichelburg den des Fiat-Geldes und der Hyperinflation.
    Fiat ist Latein und heißt "es werde".

    Wir haben keine Inflation, und es droht vorläufig auch keine. Das System krankt an einer verdeckten Deflation und die wird mit untauglichen Mitteln bekämpft.

    Bricht das Finanzsystem zusammen, dann sind Gold- und Silberbarren gefragt? Ziemlich gewagt. Das sind nutzlose Metalle, die mit Idealismus vollgepumpt worden sind.
    Kostolany sagte, der faire Preis für Gold läge bei 5 Dollar.

    Die Sektiererei war immer das Problem, weil sie alle Ausgänge verstopft wie das Büschel Haare den Gulli.

    Nur Bares ist Wahres. Mit Bargeld kommt man überall durch.

  • Dann bitte schön dem Fiskus anmelden, da wären noch ein paar Vergünstigungen drin!

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