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Bitcoin-Alternativen Kursplus von unglaublichen 36.000 Prozent

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Platz 4 bis 1: Von dunklen und elitären Münzen

Platz 4: Dash

Kursplus 2017: Knapp 9.300 Prozent

Dash (für englisch „Digital Cash“) ist ein Bitcoin-Klon, dessen Hauptzweck deutlich wird, wenn man den ursprünglichen Namen des Projekts kennt: 2014 war Dash unter den Namen XCoin oder Darkcoin gestartet. Ziel war der Aufbau einer Kryptowährung, die vor allem dem Datenschutz dienen soll und damit der Privatsphäre ihrer Nutzer. Diese wickeln häufig unregulierte, zum Teil illegale Geschäfte mit Dash ab.

Im Gegensatz zum Bitcoin sind bei Dash die Transaktionsinformationen nicht öffentlich. Möglich macht das ein Überweisungssystem namens PrivateSend (vormals Darksend). Dieses vermischt einzelne Überweisungen mit denen anderer Parteien und verschleiert sie somit.

Platz 3: Stellar

Kursplus 2017: Über 14.400 Prozent

Stellar ist ein Transaktions-Netzwerk, das auf dem Open-Source-Gedanken aufbaut. Gegründet wurde es von 2014 von Jed McCaleb, dem Gründer der US-Filesharing-Plattform eDonkey, deren Nutzer Filme, Musik und andere Dateien – nicht immer legal – peer-to-peer, das heißt direkt und ohne zwischengeschaltete Börse tauschen. Stellar fußt auf dem modifizierten Protokoll des Konkurrenten Ripple.

Das Netzwerk basiert auf folgender Idee: Statt Überweisungen zwischen Accounts zu tätigen, wie etwa bei einer Bitcoin-Transaktion, lassen sich vielmehr die Besitzrechte an einem Account einfach übertragen. Beobachtern zufolge ähnelt Stellar daher weniger einer klassischen Kryptowährung, sondern mehr einem System zur Transaktion digitaler Schuldscheine (sogenannter virtueller IOUs). Der nötige Konsens wird im Netzwerk sehr schnell hergestellt, typischerweise innerhalb von zwei bis vier Sekunden, was Stellar vom zunehmend überlasteten und langsamen Bitcoin-Netzwerk unterscheidet. Eine Reihe von Nonprofit-Organisationen und Unternehmen arbeiten bereits mit Stellar zusammen, insbesondere in Schwellenländern.

Platz 2: NEM

Kursplus 2017: Über 29.800 Prozent

NEM wurde 2015 gegründet und basiert wie der Bitcoin auf der Blockchain-Technologie. Die Kryptowährung unterscheidet sich technisch in einem wichtigen Punkt deutlich von den meisten Mitbewerbern.

Der Bitcoin und viele andere virtuelle Münzen setzen bei der Pflege der Blockchain-Datenbank auf die Proof-of-work-Methode (POW): Bei dieser lösen die Produzenten, die sogenannten Miner, komplizierte Rechenaufgaben. Finden sie eine Lösung, dürfen sie neue Transaktionen der Blockchain-Datenbank hinzufügen und werden dafür mit neuen Münzen belohnt. NEM hingegen basiert auf der Proof-of-Importance-Methode (POI). Diese geht davon aus, dass die Teilnehmer mit den größten Beständen an virtuellen Münzen das höchste Interesse an einem regulären Funktionieren des NEM-Systems haben. Sie werden daher bevorzugt mit der Pflege der Datenbank betraut. Ein Reputationssystem, das sich vergangene Handlungen anschaut, soll den guten Leumund der Beteiligten sicherstellen.

Die NEM-Software gilt im Krypto-Bereich als besonders effizient, entfernt sich jedoch durch die Bevorzugung der größten Teilnehmer deutlich von der ursprünglich egalitären Blockchain-Vision. Sie wird in einer kommerziellen Blockchain namens Mijin verwendet, die von Banken und Unternehmen vor allem in Japan getestet wird.

Platz 1: Ripple

Kursplus 2017: Rund 36.000 Prozent

Anders als Bitcoin ist Ripple eine Kryptowährung, die mit Banken überall auf der Welt zusammenarbeitet. Santander, Unicredit, UBS und die Frankfurter Reisebank gehörten zu den Partnern, insgesamt zählt Ripple über 100 Kunden aus der Finanzindustrie. Die Ripple-Blockchain vereinfacht internationale Geldtransfers. Das System ist schnell und stabil, 1500 Transaktionen pro Sekunde kann Ripple verarbeiten. Zum Vergleich: Das Bitcoin-System schafft gerade einmal sieben. Beim Kreditkartenkonzern Visa sind es rund 3700 pro Sekunde. Zudem hat Ripple im Dezember wie angekündigt ein umfassendes technisches Update vollzogen, das die Verfügbarkeit der digitalen Währung sicherstellen soll.

Grund für den rapiden Kursanstieg zum Jahresende 2017 sind Ankündigungen von Banken in Japan und Südkorea, Ripple bis Ende Januar zu testen. Danach wollen sie, wenn alles nach Plan läuft, die Technologie für Geldtransfers nutzen. Einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ zufolge rechnen die Finanzinstitute damit, ihre Kosten mit Ripple um bis zu 30 Prozent zu reduzieren.

„In einem Umfeld, in dem es viel Hype gibt, ist Ripple ein Akteur, der reale Fortschritte liefert“, sagte Ripple-Chef Brad Garlinghouse dem US-Börsensender CNBC. Das 2012 gegründete Start-up aus San Francisco zählt unter anderem die renommierten Risikokapitalgeber Andreessen Horowitz und Google Ventures zu seinen Geldgebern. Der Börsenbetreiber CME Group sowie der Venture-Arm der spanischen Bank Santander gehören ebenfalls zu den Investoren.

Was Krypto-Anhängern der ersten Stunde als Schreckensvision erscheinen muss, will Ripple schaffen: die Blockchain-Technologie der klassischen Finanzindustrie dienstbar zu machen. Zumindest Spekulanten scheint der Plan zu überzeugen: Mit einem Kursplus von rund 36.000 Prozent im vergangenen Jahr lässt Ripple den Urahnen Bitcoin weit hinter sich.

Hier geht es zur Seite mit dem Bitcoin-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

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9 Kommentare zu "Bitcoin-Alternativen: Kursplus von unglaublichen 36.000 Prozent"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Erläuterung zu NEM:
    „Der Bitcoin und viele andere virtuelle Münzen setzen bei der Pflege der Blockchain-Datenbank auf die Proof-of-work-Methode (POW): Bei dieser lösen die Produzenten, die sogenannten Miner, komplizierte Rechenaufgaben. Finden sie eine Lösung, dürfen sie neue Transaktionen der Blockchain-Datenbank hinzufügen und werden dafür mit neuen Münzen belohnt.“

    Stichwort „belohnt“:

    Das eigentliche Problem mit dem Geld (ganz gleich, ob „Krypto“ oder konventionelle Währungen) – die fehlende demokratische „Bewertung“ der einzelnen Güter materieller und immaterieller Art, die bei den damit (dem Geld) getätigten Transaktionen gehandelt werden, sowie die fehlende Kontrolle der (u.a. ethischen) Legitimität dieser Transaktionen (siehe hierzu insbesondere die Erläuterung zum „Darkcoin“ Dash: „Ziel war der Aufbau einer Kryptowährung, die vor allem dem Datenschutz dienen soll und damit der Privatsphäre ihrer Nutzer. Diese wickeln häufig unregulierte, zum Teil illegale Geschäfte mit Dash ab. Im Gegensatz zum Bitcoin sind bei Dash die Transaktionsinformationen nicht öffentlich. Möglich macht das ein Überweisungssystem namens PrivateSend (vormals Darksend). Dieses vermischt einzelne Überweisungen mit denen anderer Parteien und verschleiert sie somit“) - bleibt nach wie vor bestehen.

    Auch wenn die Transaktionen selbst wenigstens nachvollziehbar sind – die Details zu den „Geschäften“, auf denen sie basieren, sind es leider nicht.

    Die Kursexplosion der diversen auf der Blockchain basierenden „Coins“ ist ja wohl ein mehr als deutlicher Hinweis darauf, dass hier keine demokratischen Verhältnisse herrschen.

    Dass Zahlungen aufgrund der Blockchain-Technik nicht nur einfacher und schneller (siehe u.a. Ripple), sondern vor allen Dingen lückenlos nachvollziehbar sind, ist sicher absolut wünschenswert – und zugleich das stärkste Argument für die sogenannten Kryptowährungen. Sämtliche Krypto-Währungen beruhen bei näherem Hinsehen jedoch auf einem extrem undemokratischen Prinzip.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte verwenden Sie keine Videos oder Links anderer Seiten.

  • Noch einmal:
    Der Wohlstand der Zukunft beginnt mi DE. Das hat leider nichts mit Deutschland zu tun, sondern mit den Schlüsselbegriffen DEregulierung und DEzentralisierung.
    Mit die größten Wohlstandsvernichter (und zudem Wohlstandsumverteiler) überhaupt sind dabei die zentralistischen Zentralbanken. Deren (unfreiwilliger) Untergang wird daher sehr wahrscheinlich auch das wichtigste Ereignis des 21. Jahrhunderts werden.
    Ist die Dezentralsierung des Geldes der wichtigste wohlstands- und freiheitssichernde Prozess überhaupt, so sind die Dezentralisierungen auf anderen Gebieten gleichfalls enorm wichtig. So werden sehr wahrscheinlich schon bald dezentrale Medien- und Videoplattformen die zentralen ablösen. Ganz besonders wichtig ist dies etwa für die Meinungsfreiheit (aktuelles Sichwort: Netzwerkdurchsetzungsgesetz): so werden bei diesen dezentralen Plattformen die Informationen eben nicht auf einem zentralen Server gespeichert. Das macht sie unangreifbar gegen nationale Gesetze, Löschungen und Zensur.

  • wie gesagt: wo Gewinner, da Verlierer. Es wird keine Welt mit lauter schlauen Gewinnern(Millionären) geben. So lange man ab und zu dazugehört (etwas Gewinn macht) sollte man zufrieden(!) sein. Es gibt da auch noch die Gier....

  • Noch nie war es einfacher reich zu werden!
    Einfach neue Kryptowährung rausbringen, gut vermarkten und genug Dummies finden, die den Sch... kaufen um schnell reich zu werden.
    Es gibt bereits über 1300 Kryptos. Neuer Markt war ein Kindergeburtstag dagegen.

    Ich dachte immer, Schneeballsysteme sind verboten?!

  • Sehr geehrter Herr Holtermann,
    ich möchte mich Frau Kah anschließen, Spenden Sie doch etwas von Ihrem Reichtum - ich empfehle Ärzte ohne Grenzen: Sie bekämpfen Ebola, da wo keiner gerne mehr hingeht - und versuchen mit allen Mitteln Seuchen an ihrem Ursprung schon Einhalt zu gebieten - davon profitiert die Weltbevölkerung - also auch Sie und ich persönlich.
    Das ist viel wichtiger als ständig über die Kriminalität fördernden Kryptowährungen zu schreiben
    - hab hier schon viele Kommentare geschrieben -
    - inzwischen hab ich keine Lust mehr mich zu wiederholen -
    ALLES NUR SCHNEEBALLSYSTEM - MAN DENKE AN NEUEN MARKT - MAN DENKE AN TULPENZWIEBELN - MAN BEACHTE AUCH DIE WARNUNGEN DER BEHÖRDEN
    - das war es - wer es jetzt noch nicht begriffen hat, ist selbst schuld - zu BitCoins möchte ich mich nicht mehr äußern!

  • Ja verehrter Herr Holtermann,

    ich verstehe Sie leider nicht. Da Sie sich bei den "Reichmachern" so gut auskennen, hätten Sie Anfang 2017 nur zuschlagen müssen. Sie wären heute Multimillionär, bräuchten nie mehr zu arbeiten und könnten in Saus und Braus leben.

    Für das Jahr 2018 wünsche ich Ihnen mehr Mut. Und spenden Sie von Ihrem künftigen Reichtum dann bitte auch ein paar Brosamen an die Armen.

  • "Sollten sich die Pläne von Notenbanken konkretisieren, eigene Kryptowährungen herauszugeben,..."

    Kryptowährung von Notenbanken sind ein Widerspruch in sich, denn Kryptowährungen zeichnen sich dadurch aus, daß sie NICHT durch Notenbanken/Staaten kontrolliert werden sollen.

    Ansonsten wären es lediglich Digitalwährungen.

  • ...und wer hat die 36000% Verlust ? Bestimmt ein Ölscheich der dieen Verlust gleich morgen wieder ausgleicht.

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