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Bitcoin-Handelsplätze Kryptobörse Quoine will nach Europa expandieren

Die japanische Kryptobörse Quoine hat bereits in Singapur und Vietnam Büros gegründet. Jetzt geht das Start-up in Europa auf Partnersuche.
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Japan will das Hobby vieler seiner Bürger, den privaten Währungshandel, als Katalysator für die Finanzindustrie nutzen. Quelle: imago/photothek
Bitcoin-Münze

Japan will das Hobby vieler seiner Bürger, den privaten Währungshandel, als Katalysator für die Finanzindustrie nutzen.

(Foto: imago/photothek)

Tokio In Japans Kryptoszene ist Mike Kayamori ein Star. Gerade erst rückte sein Start-up Quoine, der Betreiber der Kryptobörse Liquid, zum zweiten sogenannten Einhorn in Japan auf. Ein internationales Investorenkonsortium unter Führung von IDG Capital hat nach Angaben des Gründers Anfang April den Unternehmenswert mit einer Kapitalspritze auf über eine Milliarde Dollar getrieben.

Jetzt schmiedet er Pläne, nach Europa zu expandieren. „Idealerweise würden wir gerne mit einer Bank in Europa zusammenarbeiten, um Geschäfte anzubieten“, erklärt Kayamori im Gespräch mit dem Handelsblatt. Kayamori versucht dabei, von Japans Vorreiterrolle in der Regulierung von Kryptobörsen zu profitieren.

Als erstes Land hatte die Regierung 2017 mit der Lizenzierung der bis dahin wild wuchernden Handelsplätze für Bitcoin und andere digitale Währungen begonnen. Kayamoris 2014 gegründetes Unternehmen war unter den ersten, die im September 2017 anerkannt wurden.

In der Kryptowelt ist es sehr positiv, dass der Staat Klarheit bringt“, sagt der Start-up-Gründer. Die Investoren hätten nun mehr Rechtssicherheit, der Markt mehr Transparenz. Die japanische Regierung arbeitet daran, das Land als führenden Handelsplatz von Kryptowährungen zu etablieren.

Sie will ein Hobby der Japaner, privaten Währungshandel, als Katalysator für Japans Finanzindustrie verwenden. „Japaner führen im globalen Retaildevisenhandel“, sagt Kayamori. „In der Kryptowelt ist das sehr ähnlich “Bereits 2017 wurde der Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel anerkannt.

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Vor allem aber setzte die Regierung darauf, den Börsen erst Freiraum zu lassen und die Regeln dynamisch an Probleme wie virtuelle Bankräubereien anzupassen. Derzeit entwirft die Finanzaufsicht bereits neue Regeln für den Handel digitaler Vermögenswerte.

Kayamori glaubt, dass sich der Frühstart für den Finanzstandort Japan und seine Börse auszahlen wird. Zwar hinke Japan in der Fintech-Industrie bei der Entwicklung von Robo-Beratern und Künstlicher Intelligenz hinter der Weltspitze her. „Aber bei Kryptobörsen wird Japan seine große Rolle beibehalten“, glaubt Kayamori. „Denn wir haben die Erfahrung und die ‚Best Practice‘ – und bringen sie nun in die Welt hinaus.“

Dabei setzt er darauf, dass die Kurskapriolen der digitalen Währungen nicht ihr Ende bedeuten. „Der Handel digitaler Vermögenswerte wird sicherlich weiterwachsen.“ In Singapur und Vietnam hat Quoine daher bereits Büros gegründet. In Europa will Kayamori nun mit der Partnersuche beginnen. „Wir sind klug genug, um zu wissen, dass wir es nicht alleine schaffen können.“

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