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Bitcoin, Ripple, Ether Schottische Suchtklinik gibt Tipps im Umgang mit Kryptowährungen

Das Castle Craig Hospital ist eigentlich auf Drogensüchtige spezialisiert. Nun hat es eine neue Zielgruppe: Bitcoin-Junkies.
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Bitcoin: Suchtklinik gibt Tipps im Umgang mit Kryptowährungen Quelle: AFP
Börsenhändler

Daytrader gehören zur Risikogruppe für die Bitcoin-Sucht.

(Foto: AFP)

DüsseldorfHimmelhochjauchzend, zu Tode betrübt: Für Bitcoin-Anleger waren die vergangenen Monate eine Achterbahn der Gefühle. Binnen Stunden konnten Händler viel Geld verdienen – oder verlieren. Das ständige Auf- und Ab der Kryptowelt schlägt manchen Bitcoin-Tradern dabei auf die Psyche.

Das zumindest legen Suchtexperten der schottischen Klinik Castle Craig nahe. Das Krankenhaus in der Nähe von Edinburgh ist eigentlich auf die Behandlung von Alkohol- und Spielabhängigen spezialisiert. Nun hat es seine Zielgruppe offenbar auf Anleger erweitert, denen das Handeln mit der Kryptowährung zur Last wird. So hat die Klinik eine Anleitung im Umgang mit der Sucht nach dem Handel mit Kryptowährungen veröffentlicht.

Anhand eines Fragebogens kann jeder den Sucht-Schnellcheck machen: Gebe ich viel Geld für Kryptowährungen aus? Verbringe ich viel Zeit damit, über Kryptowährungen nachzudenken? Und: Habe ich versucht, mit dem Handeln von Kryptowährungen aufzuhören, ohne, dass es mir gelungen wäre?

Wer auch nur eine der Fragen mit einem „Ja“ beantwortet hat, könnte ein Problem haben, heißt es in dem Text. Als Kryptowährungs-Sucht definiert die Klinik den „zwanghaften Handel mit Kryptowährungen, der negative Konsequenzen für das Leben der Person, die mit ihnen handelt, nach sich zieht.“

Bitcoin-Sucht ähnelt stark der Spielsucht

Sie ähnele stark der Spielsucht, zerstöre Beziehungen zu Freunden und Familienmitgliedern des Betroffenen und wirke sich darüber hinaus negativ auf dessen Freizeitgestaltung aus.

Überhaupt berge die Sucht nach Bitcoin und Co. die Gefahr einer dauerhaften psychischen Erkrankung. Wer süchtig sei, habe ein höheres Risiko an einer Depression zu erkranken, an extremen Stimmungsschwankungen zu leiden oder eine Angststörung zu entwickeln. In Extremfällen drohten sogar Selbstmordgedanken oder -versuche.

Auch zu den möglichen Risikogruppen gibt die Klinik Auskunft: So würden Männer mit höherer Wahrscheinlichkeit abhängig vom Kryptohandel als Frauen, auch, weil sie häufiger handeln. Jugendliche seien stärker gefährdet als Erwachsene.

Auch wirke sich die Arbeitsumgebung auf das Suchtverhalten aus. Als eine Risikogruppe definieren die Suchtexperten Daytrader – Händler, die binnen kürzester Zeit mit Wertpapieren, aber eben auch Devisen und seit Neuestem auch Kryptowährungen handeln.

Allerdings haben die Warnungen der Experten ein großes Manko: Ihnen liegt noch keine Studie zugrunde, wie die Klinik auf ihrer Webseite schreibt. Allerdings habe das Personal Erfahrung mit Süchtigen nach Online-Wetten – inklusive Wetten auf Bitcoin und andere Kryptowährungen.

Krypto-Fans, die nicht sicher sind, ob ihr Handeln noch gesund ist, gibt die Klinik vier Tipps, um die Sucht zu überwinden: Sie müssten ihr Budget für Kryptowährungen reduzieren sowie die Zeit, in denen sie mit Bitcoin und anderen Währungen handeln, einschränken. Auch solle vermieden werden, das Kryptowährungen als Haupteinnahmequelle betrachtet werden. Der letzte Tipp der Experten: „Verbringen Sie Ihre Zeit lieber mit anderen Aktivitäten.“

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