Bitcoin und Co. Südkorea will Handel mit Kryptowährungen verbieten

Südkorea sind Kryptowährungen suspekt: Zuletzt wurden mehrere Handelsplattformen wegen des Verdachts auf kriminelle Aktivitäten durchsucht. Nun will das Land den Handel mit digitalen Währungen ganz verbieten.
Update: 11.01.2018 - 08:47 Uhr 1 Kommentar

„Große Bedenken bei Kryptowährungen“ – Südkorea will Handel verbieten

SeoulSüdkoreas Justizminister hat am Donnerstag ein Verbot des Börsenhandels von Kryptowährungen angekündigt. Ein entsprechendes Gesetz sei in Vorbereitung, sagte Park Sang Ki vor Journalisten. Es gebe große Bedenken hinsichtlich der virtuellen Währungen und daher bereite das Ministerium ein Verbot des Handels über entsprechende Börsen vor. Details zu den Planungen nannte der Minister nicht.

Betreiber von Handelsplätzen für Kryptowährungen in Südkorea berichteten von Ermittlungen und Durchsuchungen durch Polizei und Steuerbehörden. Sie hätten dies mit dem Verdacht der Steuerhinterziehung und anderer krimineller Aktivitäten begründet.

Die Nachricht erreicht den Markt für Kryptowährungen zur Unzeit. Seit Anfang dieser Woche befinden sich die Kurse praktisch aller wichtigen Kryptowährungen auf Sinkflug. Südkorea gilt neben China und Japan als wichtigster Markt im Krypto-Reich. Nach dem Beschluss der chinesischen Aufsicht, die großen Kryptobörsen auf dem Festland zu schließen, hatte sich ein Teil des ostasiatischen Handels auf die zahlreichen südkoreanischen Börsen verlagert.

Deren Leumund hat zuletzt jedoch deutlich gelitten. Im Dezember musste die Börse Youbit Konkurs anmelden. Hacker raubten zuvor 17 Prozent der Einlagen. Kurz darauf hob die Staatsanwaltschaft der südkoreanischen Stadt Incheon einen globalen Betrug durch ein in den USA gemeldetes Unternehmen aus, das den Bitcoin-Rivalen Ethereum produziert. Die Ermittler werfen der amerikanisch-koreanischen Ethereum-Mine Mining Max vor, seit September 2016 insgesamt 270 Millionen US-Dollar von weltweit 18.000 Investoren eingeworben und veruntreut zu haben. Gedeckt wurde der Schwindel mit einem aggressiven Schneeballsystem.

Seit dem Herbst 2017 zieht die südkoreanische Regierung die Daumenschrauben für das Krypto-Business an. Den südkoreanischen Banken ist der Handel mit Bitcoin und Co. schon seit längerem verboten.

Im Dezember hatte die Regierung den Krypto-Börsen dann angedroht, man könne Finanzinstituten und Ausländern den Handel verbieten. Daraufhin hatte sich der Verband der 14 Währungsbörsen Südkoreas nach einer Dringlichkeitssitzung mit der Regierung bereiterklärt, härtere Kontrollen einzuführen. Wie sich jetzt zeigt, hat diese Selbstverpflichtung offenbar nichts genutzt.

Seit dieser Woche haben die südkoreanischen Behörden außerdem den Kampf gegen Geldwäsche verstärkt: Inspiziert werden derzeit sechs Banken, die Konten für Krypto-Firmen führen. In Singapur haben die Banken solche Geschäftsbeziehungen bereits beendet.

  • feho
  • rtr
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1 Kommentar zu "Bitcoin und Co.: Südkorea will Handel mit Kryptowährungen verbieten"

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  • Das Land will gar nichts verbieten ...
    https://mobile.twitter.com/iamjosephyoung/status/951428854085689344

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