BP Energy Outlook Öl und Gas bleiben noch lange wichtig

Kohle ist unbeliebt, der Ölpreis fällt – auf den ersten Blick geht es fossilen Brennstoffe schlecht. Doch die Nachfrage wird auch künftig deutlich steigen, behauptet eine neue Energieprognose.
Im Jahr 2035 werden noch vier Fünftel der Primärenergie aus fossilen Brennstoffen stammen, schätzt der aktuelle BP Energy Outlook. Um die Nachfrage zu sättigen, werden dazu wohl auch Quellen in arktischen Wässern angezapft. Quelle: dpa
Russische Öl- und Gasförderung

Im Jahr 2035 werden noch vier Fünftel der Primärenergie aus fossilen Brennstoffen stammen, schätzt der aktuelle BP Energy Outlook. Um die Nachfrage zu sättigen, werden dazu wohl auch Quellen in arktischen Wässern angezapft.

(Foto: dpa)

DüsseldorfMan könnte meinen, das Ende der fossilen Brennstoffe sei eingeläutet. Der Ölpreis laviert im Dauertief und während Energieunternehmen Gaskraftwerke wegen zu hoher Kosten abschalten, produziert Windkraft an vielen Standorten schon den günstigsten Strom. Doch weit gefehlt, sagen nun die Experten des BP Energy Outlooks.

Der Bericht findet wegen seiner treffsicheren Prognosen regelmäßig internationale Anerkennung. Wie gewohnt schauen die Analysten dabei nicht nur auf das laufende Jahr, sondern auch weit darüber hinaus, bis 2035. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse des Ausblicks:

1. Die Welt dürstet nach mehr Energie

Der weltweite Bedarf an Primärenergie wird bis 2035 deutlich steigen – es geht dabei um Energie aus den ursprünglichen Ressourcen, also von Öl und Kohle bis hin zu Biomasse und Windkraft. Insgesamt soll sich die Nachfrage in den kommenden 19 Jahren um mehr als ein Drittel erhöhen. Das entspricht umgerechnet einem jährlichen Wachstum von 1,4 Prozent.

2. Änderungen im Energiemix sind nötig

Dem immensen Anstieg müssen Veränderungen bei der Nutzung von Ressourcen folgen. „Der Energiemix wird weniger stark auf Kohlenstoffen basieren. Dennoch könnten politische Eingriffe nötig sein, um CO2-Emissionen zu reduzieren“, sagt Bob Dudley, Geschäftsführer von BP.

Über die nächsten 20 Jahre werde sich der Ausstoß von Kohlenstoff reduzieren. Jährlich, so schätzt BP, nehmen die CO2-Emissionen um 0,9 Prozent zu. In den zurückliegenden 20 Jahren waren es noch 2,1 Prozent pro Jahr. Damit verlangsame sich das Wachstum zwar – von Schrumpfen kann jedoch keine Rede sein.

Wegen des aktuellen Verfalls der Öl- und Gaspreise sei daher notwendig, sich nicht nur an die neuen Gegebenheiten anzupassen, sondern sich auch den kommenden Herausforderungen zu stellen.

Erneuerbaren gehört die Zukunft
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