China bangt um sein Geld „Wir brauchen Alternativen zum Dollar“

Der US-Haushaltspoker macht China nervös. Als größter Kreditgeber hat Peking Geld und Macht, aber kaum Alternativen zum Dollar. Noch. Denn das Reich der Mitte will den Yuan langfristig zur Leitwährung machen.
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Dollar- und Yuan-Noten: „Ent-amerikanisierte Welt.“ Quelle: dpa

Dollar- und Yuan-Noten: „Ent-amerikanisierte Welt.“

(Foto: dpa)

PekingMit Schrecken verfolgt Chinas Staatsführung das Haushaltsdrama in den USA. Als größter ausländischer Gläubiger bangt Peking um seine gewaltigen Reserven, die zu einem riesigen Teil in amerikanischen Staatsanleihen geparkt sind. Faktisch sind sie damit ein wichtiger Geldgeber für die größte Ökonomie der Welt.

Kürzlich wurde US-Außenminister John Kerry von Ministerpräsident Li Keqiang schon gewarnt, China verfolge den US-Haushaltspoker mit großer Aufmerksamkeit. Anfang der Woche wurde Chinas Vize-Finanzminister Zhu Guangyao vor Journalisten in Peking deutlicher: Washington müsse endlich Verantwortung übernehmen. Chinas Staatsagentur Xinhua ging sogar so weit, zum Aufbau einer „ent-amerikanisierten Welt“ aufzufordern.

Müssen sich die USA nun sorgen, dass ihnen Peking den Geldhahn zudreht? „China hat die größten Dollar-Reserven“, betont Professor Sun Lijian von der Fudan Universität in Shanghai. Während die USA am finanziellen Abgrund wandeln, kann China dank seines mächtigen Handelsüberschusses Milliardenbeträge in ausländischen Währungen anlegen - wegen des gewaltigen US-Marktes für chinesische Produkte vor allem eben in US-Dollar.

Allein im dritten Quartal bezifferte die Zentralbank, People's Bank of China, die Währungsreserven auf 3,66 Billionen US-Dollar - nach zuvor 3,5 Billionen US-Dollar. Davon sollen 60 Prozent in US-Dollar angelegt sein. Die genauen Zahlen sind jedoch geheim.

„Der US-Dollar ist die dominante Währung“
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2 Kommentare zu "China bangt um sein Geld: „Wir brauchen Alternativen zum Dollar“"

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  • Irgendwann werden uns die Chinesen mit Meldung überraschen, dass sie 20 000t Gold im Tresor haben und sie ihre Währung an Gold heften.

    Dann hat der US-Dollar fertig.

  • Das ist eine offene Kriegserklärung an die USA.

    Denn als Wirtschaftsmacht sind sie eigentlich pleite und ernähren sich fast nur noch davon., dass der Dollar die Leitwährung ist. Bisher haben die USA jedes Land nieder gemacht, was weg vom Dollar wollte.

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