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China Chinas Zentralbankchef sieht „keine rote Linie“ – Yuan gibt nach

Im Handelsstreit mit den USA schwächelt der chinesische Yuan und verliert zeitweise 0,5 Prozent. Die Marke von sieben Yuan pro Dollar rückt näher.
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Der Kurs der chinesischen Währung leidet unter dem Handelskonflikt mit den USA. Quelle: Reuters
Yuan

Der Kurs der chinesischen Währung leidet unter dem Handelskonflikt mit den USA.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der chinesische Yuan hat am Freitag gegenüber dem US-Dollar zeitweise 0,5 Prozent an Wert verloren – so viel wie in den vergangenen drei Wochen nicht mehr. Zuletzt konnte der Yuan seine Verluste aber wieder einschränken. Zuvor hatte der Chef der chinesischen Zentralbank eine gelockerte Geldpolitik in Aussicht gestellt.

Der Chef der chinesischen Notenbank, Yi Gang, hatte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass es für den Wechselkurs des Yuan „keine rote Linie“ gebe. An den Märkten gilt beim Wechselkurs die Marke von sieben Yuan für einen US-Dollar als entscheidend – seit der globalen Finanzkrise wurde sie nicht mehr überschritten.

Seitdem hat die chinesische Notenbank diese Marke verteidigt – zum Beispiel 2016 und im Sommer 2018, als der Yuan besonders unter Druck stand. „Die Marke von sieben Yuan pro Dollar hat eine wichtige psychologische Bedeutung“, sagt Commerzbank-Devisenexpertin Esther Reichelt. „Falls sie fällt, könnte es eine stärkere Abwärtsdynamik geben.“

Yi sagte jetzt aber, dass keine Zahl wichtiger sei als eine andere sei. China habe enormen Spielraum, die Geldpolitik weiter anzupassen, sollte der Handelskonflikt mit den USA weiter eskalieren. Der Druck des Handelsstreites auf die Währung sei nur vorrübergehend.

Im vergangenen Monat hatte der Yuan gegenüber dem Dollar mehr als zwei Prozent nachgegeben, im vergangenen Jahr sogar um mehr als acht Prozent. Der Kurs der chinesischen Währung leidet unter dem Handelskonflikt mit den USA. Viele befürchten eine weitere Abwertung des Yuan.

Eine solche sieht US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China als potenzielle Waffe. Mitte Mai schrieb er auf Twitter: China werde „Geld in sein System pumpen“ und „wahrscheinlich die Zinsen senken“, um den von Trump verhängten Strafzöllen zu begegnen. Diese Botschaft verband er mit der Forderung an die US-Notenbank Federal Reserve, dies ebenfalls mit einer Zinssenkung zu beantworten. Dann sei das „Spiel vorbei, wir gewinnen!“

Mit Agenturmaterial

Mehr: Der Kurs des chinesischen Yuans leidet unter dem eskalierenden Handelsstreit mit den USA. Viele befürchten, dass China seine Währung weiter abwerten könnte.

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