Deutsche Mark Fast die Hälfte der Deutschen rechnet noch in D-Mark

Fast die Hälfte der Deutschen rechnet vor allem vor größeren Ausgaben Euro-Preise immer noch in D-Mark-Beträge um. Dabei kalkulieren deutlich mehr Frauen als Männer noch mit der alten Währung.
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fast die Hälfte der Deutschen rechnet immer noch in D-Mark um. Quelle: dpa
Alte Währung hoch im Kurs

fast die Hälfte der Deutschen rechnet immer noch in D-Mark um.

(Foto: dpa)

FrankfurtObwohl die D-Mark nun schon seit über 13 Jahren nicht mehr in den Geldbeuteln zu finden ist, rechnen viele Deutsche den Euro immer noch in die alte Währung um. Insbesondere bei größeren Ausgaben denken 47 Prozent der Deutschen noch in DM, wie aus einer Umfrage für die Bank of Scotland hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist demnach deutlich: Während 52 Prozent der Frauen noch mit DM rechnen, tun dies nur 41 Prozent der Männer.

Auch je nach Bildungsrad variiert dem Sparerkompass zufolge die Zuneigung zur alten Währung: Bei Bürgern mit Hauptschulabschluss liegt die Quote bei 60 Prozent, 52 Prozent der Bürger mit mittlerem Abschluss rechnen noch um, und 29 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife tun es.

Unterteilt in Altersklassen ist der Hang zur D-Mark bei den 60- bis 69-Jährigen mit 60 Prozent am höchsten, gefolgt von den 50- bis 59-Jährigen mit 55 Prozent. 19 Prozent der 18- bis 29-Jährigen rechnen eigenen Angaben zufolge Euro noch in DM um.

Nach Bundesländern aufgeteilt, rechnen insgesamt 57 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen und in Brandenburg noch um. In Hamburg sind es eigenen Angaben zufolge dagegen nur 29 Prozent.

Durch Dick und Dünn mit dem Euro
Der Euro wird zehn Jahre alt
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1. Januar 1999

Der Euro wird von den elf Gründerländern der Europäischen Währungsunion (EWU) aus der Taufe gehoben. Der Umrechnungskurs zur D-Mark beträgt 1,95583 DM je Euro. Am 4. Januar startet der Handel in Sydney - der ersten großen Börse, die nach dem Datumswechsel öffnet - mit 1,1747 Dollar.

Euro - Dollar
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Dezember 1999

Der Euro fällt erstmals auf 1,00 Dollar.

EUROPEAN CENTRAL BANK EURO
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Frühherbst 2000

Bei Kursen unter 0,85 Dollar wächst die Befürchtung, der schwache Euro könnte die Weltwirtschaft destabilisieren. Mit Unterstützung der Zentralbanken Japans und der USA greift die Europäische Zentralbank (EZB) der jungen Währung unter die Arme. Doch die Interventionen verpuffen rasch: Am 26. Oktober ist ein Euro noch 0,8225 Dollar wert. Eine weitere Interventionsrunde im November hievt ihn aber immerhin wieder auf 0,86 Dollar.

huGO-BildID: 2221460 Model Nadine Rose presents the new European currency euro in front of a bank in Bochum, western Germany, on Sept. 1, 2001. Armor
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Januar 2002

Die reibungslose Einführung des Euro-Bargelds honorieren die Finanzmärkte mit Euro-Käufen. Im Juli fällt die Ein-Dollar-Marke.

EUROCENT DOLLAR
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September 2003

Finanzminister und Notenbanker der sieben führenden Industrieländer (G7) fordern flexiblere Wechselkurse, was an den Märkten als Signal für den Wunsch nach einem schwächeren Dollar interpretiert wird. Am 28. November 2003 steigt der Euro erstmals über 1,20 Dollar. Am 04. Dezember bekommt man für einen Dollar lediglich 79 Euro-Cent.

huGO-BildID: 8852422 TO GO WITH STORY by Rob Lever, US-economy-property(FILES) In this 30 March 2007 file photo, A house sits for sale in North Auro
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September 2007

Nach einer deutlichen US-Zinssenkung im Zuge der Subprime-Krise steigt der Euro über 1,40 Dollar.

GELDSCHEINE
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15. Juli 2008

Der Euro erreicht mit 1,6038 Dollar sein vorläufiges Rekordhoch. Nur wenige Tage zuvor - am 11. Juli - hatte übrigens auch der Ölpreis mit 147,50 Dollar je Fass sein Allzeithoch erreicht.

Der Aussage, Deutschland habe von der Einführung des Euro profitiert, stimmten insgesamt 47 Prozent der Befragten zu: 58 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen. Kein Vertrauen in den Euro haben dem Sparkompass zufolge 23 Prozent der Deutschen, durchschnittlich 22 Prozent in den westdeutschen Bundesländern und 27 Prozent in Ostdeutschland. Die DM gerne zurück hätten ebenfalls 23 Prozent der Befragten: 23 Prozent in West- und 24 Prozent in Ostdeutschland.

Für den Sparerkompass befragte das Meinungsinstitut Forsa im November 2014 bundesweit insgesamt 1661 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die Umfrage ist repräsentativ.

  • afp
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