Devisen Anleger schauen auf Krisenstaaten

Die Investoren am Devisenmarkt werden wohl verstärkt auf die Anleihe-Auktionen Italiens und Spaniens achten. Sie erhoffen sich Stimmungssignale für den Markt. Der Dollar kann dank erwarteter Konjunkturdaten zulegen.
Update: 12.03.2013 - 11:16 Uhr Kommentieren
Ein Yen- und ein Dollar-Schein. Die US-Währung legt zu. Quelle: Reuters

Ein Yen- und ein Dollar-Schein. Die US-Währung legt zu.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Euro hat am Dienstag im frühen europäischen Devisenhandel gegenüber dem Dollar etwas nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung fiel um 0,3 Prozent auf 1,3014 Dollar. Im vorläufigen Tageshoch war der Euro bis zu 1,3047 Dollar gestiegen und im bisherigen Tief bis auf 1,2991 Dollar gefallen.

Im weiteren Handelsverlauf stehen keine wichtigen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen könnten. Die Anleger dürften ihr Augenmerk daher verstärkt auf Auktionen von Geldmarktpapieren in Italien und Spanien richten.

Die Versteigerungen sollten am späten Vormittag zwar vergleichsweise problemlos ablaufen, meinte Experte Dirk Gojny von der Essener National-Bank. Italien werde jedoch wegen der schwierigen politischen Situation nach den Parlamentswahlen und der Abstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Fitch einen etwas höheren Zinssatz akzeptieren müssen.

Italien will am Vormittag neue 12-monatige Anleihen im Volumen von 7,75 Milliarden Euro ausgeben. Angesichts der jüngsten Bonitätssenkung durch die Ratingagentur Fitch wird es spannend, wie die Papiere von Investoren angenommen werden.

Zehnjährige italienische Anleihen zogen im frühen Handel zehn Ticks an und rentierten mit 4,635 Prozent. Der in der Regel als sicherer Hafen angefahrene Bund-Future legte vier Ticks zu auf 142,76 Zähler.

„Der Markt hat Iwata bereits eingepreist“
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