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Devisen Anleger warten auf EZB, scheuen den Yen

Am Donnerstag kommt der EZB-Rat zusammen. Anleger rätseln darüber, ob die Zentralbanker ihre Geldpolitik noch weiter lockern werden. Indes werden viele Spekulanten risikofreudiger - zulasten des Yen.
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Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank: Lockerung der Geldpolitik? Quelle: dpa

Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank: Lockerung der Geldpolitik?

(Foto: dpa)

Frankfurt Vor der EZB-Ratssitzung am Donnerstag ist der Euro kaum vom Fleck gekommen. Die Gemeinschaftswährung lag am Mittwoch bei 1,3807 Dollar nach 1,3792 Dollar im Schlussgeschäft vom Vortag. Anleger rätseln derzeit, ob die Währungshüter ihre Geldpolitik noch einmal lockern werden. „Während vonseiten der realwirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone kein Handlungsdruck für die EZB besteht, ist inflationsseitig das Bild weiterhin von niedrigen Zuwachsraten geprägt“, fasst Helaba-Analyst Ralf Umlauf in einem Kommentar zusammen.

Einige Ökonomen fürchten wegen der zuletzt geringen Teuerungsraten ein Abgleiten der Euro-Zone in eine deflationäre Spirale aus fallenden Preisen und sinkender Nachfrage. Durch Wertpapierkäufe im großen Stil könnte die EZB Experten zufolge die Geldmenge aufblähen und damit die Wirtschaft und die Teuerung ankurbeln.

Der wieder erwachte Risikoappetit vieler Anleger hat dem Yen am Mittwoch zugesetzt. Der Dollar stieg in der Spitze auf 103,93 Yen, den höchsten Stand seit Ende Januar. Investoren setzen derzeit auf eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft, die vor allem durch die anhaltend lockere Geldpolitik der großen Notenbanken gestützt wird. Gefragt sind daher vor allem Aktien und die US-Währung Dollar - der Yen wird dagegen gern in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen angesteuert.

Den Aufwärtstrend des Dollar könnten derzeit nur enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA stoppen, sagte Junichi Ishikawa von IG in Tokio. Am Nachmittag stehen die Arbeitsmarktdaten aus der US-Privatwirtschaft (ADP-Bericht) an. Analysten erwarten im Schnitt für März ein Plus von 195.000 Stellen nach 139.000 Stellen im Vormonat.

  • rtr
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