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Devisen Ausverkauf der Schwellenländer-Währungen

Der Euro klettert auf den höchsten Stand seit Anfang des Jahres. Investoren agieren wegen der bevorstehenden Zinssitzung der US-Notenbank vorsichtiger. Währungen der Schwellenländer knicken ein.
Update: 24.01.2014 - 17:47 Uhr Kommentieren
Der Euro klettert auf sein Jahreshoch. Quelle: ap

Der Euro klettert auf sein Jahreshoch.

(Foto: ap)

Frankfurt Der Euro hat am Freitag zugelegt. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3670 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs zuvor in der Spitze 1,3733 Dollar erreicht hatte. Das ist der höchste Stand seit Anfang des Jahres. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3687 (Donnerstag 1,3639) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,7306 (0,7332) Euro.

Die Währungen großer Schwellenländer wie Indien, Südafrika und der Türkei standen zum Wochenschluss unter starkem Druck. Auch der russische Rubel, der mexikanische Peso und der brasilianische Real werteten deutlich ab. Am Markt herrsche derzeit eine starke Abneigung der Investoren gegenüber Anlagen in Schwellenländern, sagten Händler. Dagegen wurden Währungen großer Industriestaaten zum Wochenschluss gesucht.

Als Auslöser der Verunsicherung gelten Wachstumssorgen, politische Unwägbarkeiten und die Furcht vor einer weiteren Drosselung des Billiggelds durch die US-Notenbank Fed. Anleger spekulieren seit längerem darüber, ob die US-Notenbank Fed bei ihrer Ratssitzung in der kommenden Woche eine weitere Drosselung der Wertpapierkäufe von derzeit 75 Milliarden Dollar monatlich beschließen wird. Einige Börsianer befürchten, dass ein solcher Schritt die Erholung der Weltwirtschaft abwürgen könnte.

Außerdem macht die Straffung der Geldpolitik Investitionen in den USA attraktiver. Anleger ziehen daher verstärkt Kapital aus den als riskanter geltenden Wertpapieren der Schwellenländer ab. Analysten zufolge flossen seit Jahresbeginn fast vier Milliarden Dollar aus diesen Staaten ab – davon allein 2,4 Milliarden Dollar in der Woche zum 22. Januar.

Das Fass zum Überlaufen brachten laut Händlern jedoch die jüngsten Turbulenzen in Argentinien und der Türkei. Zum Wochenschluss fiel die türkische Lira auf ein Rekordtief. Dem Sog konnten sich selbst relativ stabile Volkswirtschaften aus den Schwellenländern nicht entziehen. Polnischer Zloty und südkoreanischer Won fielen auf Mehrmonatstiefs.

  • dpa
  • rtr
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