Devisen Brasilianischer Real im freien Fall

Der brasilianische Real ist am Dienstag ins Bodenlose gestürzt. Zeitweise kostete ein Dollar so viel, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Grund sind vor allem schlechte Konjunkturdaten aus China.
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Der Real ist am Dienstag weiter abgestürzt und erreichte zwischenzeitlich ein Zehn-Jahres-Tief. Quelle: dpa
Brasilianische Währung

Der Real ist am Dienstag weiter abgestürzt und erreichte zwischenzeitlich ein Zehn-Jahres-Tief.

(Foto: dpa)

FrankfurtEnttäuschende Konjunkturdaten des wichtigen Handelspartners China haben der brasilianischen Währung am Dienstag einen weiteren Schlag versetzt. Der Dollar übersprang die psychologisch wichtige Marke von 2,80 Real und kostete mit 2,8361 Real zeitweise so viel wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren.

Die drohende Deflation in China, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, trübe die Wachstumsaussichten der brasilianischen Wirtschaft weiter ein, sagten Börsianer. Außerdem bezweifelten Anleger, dass die Regierung die Staatsausgaben in den Griff bekommen könne.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

Diese Faktoren könnten zu einer Auflösung von „Carry Trades“ führen, warnte Devisenhändler Joao Paulo de Gracia Correa vom Brokerhaus Correparti Curitiba. Bei diesen Geschäften nehmen Anleger Kredite in Ländern mit niedrigen Leitzinsen auf und investieren es in Staaten mit hohen Leitzinsen.

Während die Schlüsselsätze in den USA, der Euro-Zone und Japan seit Jahren bei fast Null verharren, hob die brasilianische Notenbank ihren Leitzins im Januar auf 12,25 Prozent an.

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