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Devisen Euro fällt wieder unter 1,30 Dollar

Konjunktursorgen haben den Euro am Montag gegenüber Dollar und Yen unter Druck gesetzt. Die Bundesbank in Frankfurt teilte in ihrem Monatsbericht mit, die Rezession habe sich im ersten Quartal verschärft. Bereits im Jahresendquartal sei die deutsche Wirtschaft real um 2,1 Prozent eingebrochen.

FRANKFURT. Die europäische Gemeinschaftswährung verlor zum Greenback 1,1 Prozent, rutschte erstmals seit über einem Monat unter die Marke von 1,30 Dollar und kostete am Nachmittag 1,2903 Dollar.

Als Grund für den schwachen Euro verwiesen Händler auch auf Spekulationen, dass eine uneinheitliche Haltung der Notenbanker zur Zinspolitik im Euroraum die erforderlichen Maßnahmen zur Rezessionsbekämpfung behindere. EZB-Ratsmitglied Lorenzo Bini Smaghi sieht den derzeitigen Leitzins von 1,25 Prozent bereits „sehr nahe“ an seinem Tiefstand angekommen. Zentralbankchef Jean-Claude Trichet sprach sich gegen eine Nullzinspolitik aus. Notenbanker aus Griechenland und Zypern hatten in der vergangenen Woche hingegen einen Zinssatz von unter einem Prozent befürwortet.

Gegenüber dem britischen Pfund gewann der Euro hingegen 0,8 Prozent auf 88,91 Pence. Nach Einschätzung des britischen Industrieverbands schrumpft die britische Wirtschaft stärker als bislang angenommen.

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