Devisen Euro legt leicht zu, Yen wertet auf

Der Euro hat am Dienstag nur moderat von einer spürbaren Stimmungsaufhellung unter deutschen Finanzexperten profitiert. Der Yen profitiert von der Erklärung des japanischen Finanzministers.
Update: 19.02.2013 - 17:26 Uhr Kommentieren
Ein Zehn-Euro- und ein Zehn-Dollar-Schein. Am Devisenmarkt halten sich die Anleger zurück. Quelle: ap

Ein Zehn-Euro- und ein Zehn-Dollar-Schein. Am Devisenmarkt halten sich die Anleger zurück.

(Foto: ap)

FrankfurtAm späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3365 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr als im Tagestief. Der Yen wertete unterdessen leicht auf, weil Japan ein kleines Zeichen des Einlenkens in der derzeitigen Wechselkursdebatte lieferte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3349 (Montag: 1,3352) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7491 (0,7490) Euro.

Nach dem schwachen Winterquartal scheinen die Vorzeichen für die deutsche Konjunktur zu Jahresbeginn besser zu stehen. Im Februar hellten sich die ZEW-Konjunkturerwartungen zum dritten Mal in Folge deutlich auf. Mit 48,2 Punkten liegt das Stimmungsbarometer mittlerweile so hoch wie zuletzt vor der ersten Stützung Griechenlands durch seine Euro-Partner im Frühjahr 2010. Am Freitag wird sich zeigen, ob die deutschen Unternehmen den Konjunkturoptimismus der Analysten teilen. Dann wird das Ifo-Geschäftsklima veröffentlicht.


Der japanische Yen wertete derweil zu Euro und Dollar auf. Finanzminister Taro Aso rückte am Dienstagmorgen Äußerungen von Premier Shinzo Abe vom Wochenbeginn zurecht. Demnach plant Japan nun doch nicht den Kauf ausländischer Staatsanleihen. „Alles andere wäre gegenwärtig auch ein falsches Signal gewesen“, kommentierte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. Ein Ankauf ausländischer Bonds kann einem direkten Eingriff am Devisenmarkt nahe kommen. Bereits jetzt steht Japan in der Kritik, weil der Yen infolge einer lockeren Geldpolitik der Bank of Japan seit Monaten abwertet.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86310 (0,86190) britische Pfund, 124,81 (125,24) japanische Yen und 1,2332 (1,2332) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1607,75 (1610,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 38 170,00 (38 120,00) Euro.

 

  • dpa
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