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Devisen Euro profitiert von der deutschen Konjunktur

Die Konjunktur in Deutschland zieht an – und mit ihr steigt der Euro. Die Gemeinschaftswährung schaffte es zwischenzeitlich auf 1,2869 Dollar. Doch die Märkte schauen auch weiterhin ängstlich Richtung Griechenland.
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Eine Euro-Münze auf einer EU-Fahne. Quelle: dpa

Eine Euro-Münze auf einer EU-Fahne.

(Foto: dpa)

FrankfurtÜberraschend robuste Konjunkturdaten aus Deutschland haben dem Euro am Dienstag etwas Rückenwind gegeben. Die Gemeinschaftswährung schaffte es bis auf 1,2869 Dollar, nachdem sie im asiatischen Geschäft noch auf ein Vier-Monats-Tief von 1,2812 Dollar gefallen war. Ein zu Jahresbeginn unerwartet starkes Wirtschaftswachstum in der größten Volkswirtschaft des Euroraums gab Investoren wieder ein Fünkchen Hoffnung, hieß es von Händlern.

Beherrschendes Thema am Markt war aber weiterhin die unklare politische Situation in Griechenland, und deshalb blieben Händler bezüglich der Aussichten für den Euro eher skeptisch. In Athen sind die Gespräche für eine Regierungsbildung derzeit vertagt, zuletzt hatte Präsident Karolos Papoulias eine Regierung aus Experten angeregt.

Die Chancen dafür stehen nach Einschätzung von Beobachtern allerdings nicht gut, denn ohne Beteiligung der Syriza wird eine Regierungsbildung schwierig. Das Linksbündnis verweigert sich aber, weil es sich mehr Stimmen von Neuwahlen verspricht.

"Dabei wäre eine 'technokratische' Regierung in Athen der 'best case' für den Euro", sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Denn sie würde die Neuverhandlungen über die Konditionen der Rettungspakete versachlichen und damit einen Erfolg wahrscheinlich machen. Vonseiten Europas sei der Wille für eine Aufweichung der Konditionen erkennbar.

Eine Mitteilung der griechischen Behörden, nicht restrukturierte, fällig werdende Anleihen über 430 Millionen Euro zu bedienen, sorgte unterdessen unter Investoren für Erleichterung. Die Notierungen zehnjähriger griechischer Anleihen drehten ins Plus, und die Papiere rentierten mit 28,00 Prozent. Im frühen Geschäft war die Rendite bis auf 29,11 Prozent gestiegen.

Der Bund-Future notierte nach seinem erneuten Rekordlauf am Vortag leicht im Minus, die zehnjährigen Bundesanleihen rentierten um 1,485 Prozent, nachdem sie zu Wochenbeginn bis auf 1,43 Prozent gefallen waren.

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  • rtr
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