Devisen Euro stabilisiert sich nach starken Vortagesverlusten

Nach der Talfahrt kommt der Stillstand: Der Euro-Kurs hat die Verluste vom Mittwoch wieder eingeholt – auch dank der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Viele Anleger rechnen nicht mit einer baldigen Zinsanhebung.
Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt etwa auf dem Niveau des Vorabends gehandelt. Quelle: dpa
Geldscheine

Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt etwa auf dem Niveau des Vorabends gehandelt.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Kurs des Euro hat sich am Donnerstag nach der Talfahrt vom Vortag vorerst stabilisiert. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1267 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf demselben Niveau wie am Vorabend. Am Dienstag hatte der Euro-Kurs noch bei 1,1465 Dollar den höchsten Stand seit einem halben Jahr erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1252 (Mittwoch: 1,1298) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8887 (0,8851) Euro.

Aktuelle Konjunkturdaten lieferten Hinweise, die gegen eine schnelle Zinserhöhung in den USA sprechen. Im März war die Inflation in den USA schwächer als erwartet ausgefallen, was den Spielraum der Notenbank Fed für eine längere Niedrigzinsphase vergrößert. Am Vortag hatte die Aussicht auf eine weitere Zinserhöhung in den USA und eine auf absehbare Zeit weiter extrem lockere Geldpolitik in der Eurozone dem Dollar-Kurs Auftrieb gegeben und den Euro im Gegenzug belastet.

Aus den Reihen der amerikanischen Währungshüter hatte sich zuletzt der Präsident der regionalen Notenbank von Atlanta, Dennis Lockhart, gegen eine schnelle Fortsetzung der Zinswende ausgesprochen. „Nach dem, was ich zuletzt beobachtet habe, spreche ich mich nicht mehr für einen Zinsschritt im April aus“, sagte Lockhart in einem Interview mit Bloomberg-TV und begründete seinen Sinneswandel mit der weiter vergleichsweise schwachen Inflation in den USA. Auch die Fed-Vorsitzende Janet Yellen hatte sich zuletzt mehrfach für ein vorsichtiges Vorgehen bei Zinserhöhungen ausgesprochen.

Die Welt in Blau und Silber
Schein bleibt
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Die neue Münze soll nicht den Fünf-Euro-Schein ersetzen.

Erde mit Blauschimmer
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Die Erde mit Blauschimmer: Eine Seite der Münze zeigt eine stilisierte Ansicht der Erde, umgeben von den Planeten unseres Sonnensystems.

Neuer "Heiermann"
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Am 14. April 2016 erscheint die erste deutsche Fünf-Euro-Münze "Planet Erde". Die Euro-Version des "Heiermanns" ist anerkanntes Zahlungsmittel, dürfte aber vor allem für Sammler interessant sein.

Designter Bundesadler
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Der Entwurf des Bundesadlers basiert auf einer Vorlage der Designerin Alina Hoyer aus Berlin.

Fälschungen
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Bayerns Finanzminister Markus Söder hält die neue Münze bei der Präsentation am 11. April in die Kameras. Söder sagte, dass sich das Fälschergeschäft in den vergangenen Jahren verändert habe: Statt gefälschter Scheine gelange vermehrt falsches Hartgeld in den Umlauf. „Da wird vor allem über große Massen viel Geld gemacht.“ Der CSU-Politiker verspricht sich von der neuen Technologie auch vermehrt Aufträge aus dem Ausland für das Hauptmünzamt in München, das die neue Münze in Zusammenarbeit mit dem Amt in Baden-Württemberg entwickelt hat.

Spiegelglanzqualität
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Die Münze wird es in zwei Versionen geben: Die Sammlermünze "Planet Erde" in hochwertiger Spiegelglanzqualität kann bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen bestellt werden und existiert in einer Auflage von nur 250.000 Stück. Ab dem 14. April kommt die normale Fünf-Euro-Münze zum Nennwert auf den Markt und ist in den Filialen der Deutschen Bundesbank erhältlich.

Ausgabebeschränkung
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Die neue Münze ist etwa größer als ein 2-Euro-Stück. Damit möglichst viele Menschen die Sammlermünze mit dem blauen Plastikring erwerben können, ist die Ausgabe in den Filialen der Bundesbank auf ein Exemplar pro Person und Tag beschränkt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79560 (0,79388) britische Pfund, 123,09 (123,47) japanische Yen und 1,0878 (1,0887) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 34.810,00 (34.770,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1233,85 (1245,75) Dollar gefixt.

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  • dpa
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