Devisen Euro steigt über 1,14 US-Dollar

De r Kurs des Euro hat am Montag zwischenzeitliche Verluste wieder ausgeglichen und ist über 1,14 US-Dollar geklettert.
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Zu Wochenbeginn stehen in der Eurozone nur wenige Konjunkturdaten an, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Quelle: dpa
Eurokurs

Zu Wochenbeginn stehen in der Eurozone nur wenige Konjunkturdaten an, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten.

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Frankfurt/MainAm Nachmittag erreichte die Gemeinschaftswährung ihr Tageshoch bei 1,1406 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich noch einen halben Cent tiefer notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1370 (Freitag: 1,1417) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8795 (0,8759) Euro.

Besser als erwartet ausgefallene Zahlen zur Stimmung in der US-Dienstleistungsbranche konnten den Dollar am Nachmittag nicht stärken. Im Oktober hat sich der entsprechende Indikator des Institute for Supply Management (ISM) zwar eingetrübt, allerdings weniger als von Experten prognostiziert. Zudem bleibt er auf vergleichsweise hohem Niveau.

„Für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Fed ändern sich die Aussichten mit diesen Zahlen nicht“, kommentierten Experten der Landesbank Nord/LB. „Die Konjunktursignale zeigen auf Grün. Ein Ende der Dynamik in der US-Wirtschaft ist zudem weiterhin nicht erkennbar.“

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es in der Türkei. Die Lira gewann im Verhältnis zum US-Dollar über ein Prozent an Wert. Im Oktober stieg die türkische Inflationsrate zwar erstmals seit 2003 über die Marke von 25 Prozent. Allerdings bewegte sich die Entwicklung im Rahmen der Markterwartungen. Zudem war der Anstieg der Inflationsrate wesentlich schwächer als in den Monaten zuvor.

Die hohe Inflation ist Folge der starken Abwertung der Lira. In den vergangenen Monaten hat sie sich aber etwas von ihrem Sinkflug erholen können. Grund dafür ist nicht zuletzt ein Abflauen der politischen Spannungen zwischen den USA und der Türkei, die wegen der Inhaftierung eines amerikanischen Pastors entstanden waren. Dieser befindet sich mittlerweile wieder in den USA, weshalb die US-Regierung einige Sanktionen gegen die Türkei aufgehoben hat.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87535 (0,87870) britische Pfund, 128,81 (128,89) japanische Yen und 1,1437 (1,1422) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1232,25 (1232,10) Dollar festgesetzt.

  • dpa
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