Devisen Eurokurs sinkt leicht

Die Konjunkturdaten sind besser ausgefallen als erwartet – der Eurokurs hingegen ist leicht gesunken. Grund dafür könnten Andeutungen der französischen Partei Front National über einen Austritt aus der Eurozone sein.
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Ökonomen zufolge beeinflusst der französische Wahlkampf um das Präsidentenamt den aktuellen Eurokurs. Quelle: AFP
Sinkender Eurokurs

Ökonomen zufolge beeinflusst der französische Wahlkampf um das Präsidentenamt den aktuellen Eurokurs.

(Foto: AFP)

Frankfurt am MainDer Kurs des Euro ist am Montag gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0759 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,0741 Dollar festgesetzt. Deutlich besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland konnten dem Euro zum Wochenauftakt keinen Auftrieb geben.

Welche Euroscheine Fälscher bevorzugen
Fünf-Euro-Schein
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Es lohnt sich für Fälscher meist nicht, kleines Geld zu kopieren. Vom Fünf-Euro-Schein wurden 2016 nur 625 Blüten gefunden. Er liegt mit einem Anteil von 1 Prozent auf dem letzten Platz in der Falschgeld-Statistik der Bundesbank. Insgesamt konnten 82.150 gefälschte Euro-Scheine aller Größen aus dem Verkehr gezogen werden.

Zehn-Euro-Schein
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Die Zehn-Euro-Banknote machte 4 Prozent der Fälschungen aus (3.487 Stück). Der Schein profitiert davon, dass er seltener auf Echtheit überprüft wird.

Zwanzig-Euro-Schein
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Nach Einführung der 20‑Euro-Banknote der Europa-Serie hat sich die Anzahl der 20‑Euro-Fälschungen nahezu halbiert. Sie liegt nun bei 20.217, das ist genau ein Viertel aller Fälschungen.

Fünfzig-Euro-Schein
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Der 50‑Euro-Schein ist mit einem Anteil von 61 Prozent die im Jahr 2016 am häufigsten gefälschte Banknote in Deutschland (49.938 Blüten). Die Währungshüter hoffen auf die Trendwende durch den runderneuerten Fünfziger, der vom 4. April an unters Volks gebracht werden soll.

Hundert-Euro-Schein
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Nur sieben Prozent der Fälschungen betreffen den 100-Euro-Schein. Hier hat die Bundesbank 5.842 Blüten gezählt. Der beste Weg, um Banknoten zu überprüfen, ist laut Experten der Vergleich mit einem Euro-Schein aus dem Bankautomaten.

Zweihundert-Euro-Schein
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Die Banknote wurde vergangenes Jahr 1.012 Mal gefälscht (ein Anteil von 1 Prozent). Zwei dieser Blüten, die einer deutschen Firma untergejubelt wurden, kamen aus Serbien: Bei der 200-Dinarnote machten sich Fälscher nicht einmal die Mühe, die Motive der entsprechenden Euro-Banknote anzupassen, sondern änderten lediglich den Wert in Euro.

Fünfhundert-Euro-Schein
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Der größte Euro-Schein wurde 1.029 Mal gefälscht (ein Anteil von 1 Prozent). Besonders häufig waren Kopien aus Simbabwe: Bei dem lilafarbenen 500er-Schein der dortigen Landeswährung stimmten zumindest Farbe und Größe. Fälscher motzten den Schein, der umgerechnet gerade einmal gut 1,20 Euro wert ist, mit wenigen Federstrichen zur wertvollsten Euro-Banknote auf. Auch in der Ukraine brachten Kriminelle im vergangenen Jahr etliche dieser Blüten in Umlauf. (Foto: Patrick Pleul/dpa)

Im Dezember war der Auftragseingang in der deutschen Industrie um 5,2 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, während Volkswirte nur mit einem Zuwachs um 0,7 Prozent gerechnet hatten. Marktbeobachter erklärten den schwächeren Euro mit Aussagen der Spitzenkandidatin der Front National, Marine Le Pen. Diese hatte am Wochenende den Wahlkampf um das französische Präsidentenamt mit einer radikalen Rede gestartet und den Austritt Frankreichs aus der Eurozone angedeutet.

  • dpa
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