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Devisen Experten: Euro-Rally geht die Puste aus

Beim Währungspaar Euro-Dollar steigt Experten zufolge die Wahrscheinlichkeit von Kursverlusten für den Euro. Nachdem sich die Gemeinschaftswährung mehr als 13 Prozent vom März-Tief erholt hat, geht dem Aufwärtstrend zusehends die Kraft aus.

FRANKFURT. Laut einer Analyse von BNP Paribas sprechen Indikatoren der kurz- und mittelfristigen Marktdynamik gegen den Euro. Grund: Der Relative-Stärke-Index für neun Tage sende für den Euro ein Verkaufssignal. Auch der Stärke-Index für neun Wochen spreche für ein Ende der Aufwärtsbewegung. Der Markt habe die jüngsten Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) als Signal für eine lockere Geldpolitik gewertet, sagte Devisenstratege Thomas Harr von Standard Chartered in Singapur.

Auf Sicht der nächsten zwölf Monate wird an den Märkten nur noch mit zwei Zinserhöhungen gerechnet. Vor der Zinsentscheidung am vergangenen Donnerstag seien deutlich mehr Anhebungen erwartet worden, sagte Harr. EZB-Chef Trichet erwartet im Euro-Raum eine "holprige" Konjunkturerholung. Am Freitag erklärte er, der Ausstieg aus den geldpolitischen Stützungsmaßnahmen müsse nicht zwingend Zinserhöhungen mit sich bringen. Am Freitagabend kostete der Euro mit gut 1,43 Dollar in etwa soviel wie am Ende der Vorwoche. BNP Paribas sieht eine Unterstützung für den Euro bei 1,4170 Dollar.

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