Devisen Irak-Krise belastet türkischen Markt

Der Vormarsch sunnitischer Terroristen im Irak belastet die Wirtschaft. Auch der Euro kommt nicht ungeschoren davon. Doch noch kann er die 1,35-Dollar-Marke halten. Im Fokus liegt nun die Zinssitzung der Federal Reserve.
Update: 16.06.2014 - 15:02 Uhr Kommentieren
Der Dollar kann sein Drei-Wochen-Hoch halten. Quelle: dpa

Der Dollar kann sein Drei-Wochen-Hoch halten.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Euro hat zu Wochenbeginn leicht zugelegt. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3545 US-Dollar und damit etwas mehr als am Freitagabend. Ein Dollar war 0,7382 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3534 Dollar festgesetzt.

Belastet wird der Euro nach wie vor durch die Kämpfe im Irak. Der Konflikt zwischen dem irakischen Militär und der Terrorgruppe Isis trübt die Stimmung an den Finanzmärkten. „Sichere Häfen“ wie der amerikanische Dollar, der japanische Yen oder Gold sind deswegen gefragter.

Die Krise im Irak hat den türkischen Märkten derweil zugesetzt. Die Leitbörse in Istanbul verlor zeitweise 1,7 Prozent. Der Dollar kletterte zur türkischen Währung in der Spitze auf 2,1455 Lira nach 2,1225 Lira im Schlussgeschäft vom Freitag. Das war der höchste Stand seit Ende April. Türkische Anleger fürchteten eine Eskalation der Spannungen im Nachbarland Irak. Islamistische Rebellen hatten zuletzt immer mehr Gebiete im Nordirak unter ihre Kontrolle gebracht. Im Zuge des Vormarsches waren auch dutzende türkische Staatsbürger in Gefangenschaft geraten. Die Regierung in Ankara hatte mit harter Vergeltung für den Fall gedroht, dass ihnen etwas zustößt.

Belastet wurde die türkische Währung auch durch Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung. Der nächste Entscheid steht am 24. Juni an. Ministerpräsident Tayyip Erdogan hatte die Notenbank zuletzt zu einer raschen Senkung der Zinsen gedrängt.

Unterdessen wirft die Zinssitzung der US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch ihre Schatten voraus. Beobachter rechnen fest mit einer abermaligen Verringerung der zur Konjunkturbelebung aufgelegten Wertpapierkäufe. Zugleich wird erwartet, dass die Diskussion über eine erste Zinsanhebung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise Fahrt aufnimmt.

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