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Devisen IWF hält Dollar für bis zu zwölf Prozent überbewertet

Etwa sechs bis zwölf Prozent zu teuer ist der US-Dollar laut IWF. Währenddessen bewegten sich andere Währungen auf angemessenem – oder zu niedrigem Niveau.
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Laut Donald Trump behindere die Währung auch die US-Exporteure. Quelle: Reuters
US-Dollar

Laut Donald Trump behindere die Währung auch die US-Exporteure.

(Foto: Reuters)

Washington Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält den US-Dollar für deutlich überbewertet. Dieser sei auf der Grundlage der kurzfristigen wirtschaftlichen Fundamentaldaten um sechs bis zwölf Prozent zu teuer, heißt es in einem an diesem Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die Kurse des Euro, des japanischen Yen und des chinesischen Yuan bewegten sich hingegen weitgehend auf einem angemessenen Niveau.

Für Deutschland sei der Euro-Kurs angesichts seines hohen Überschusses in der Leistungsbilanz allerdings um acht bis 18 Prozent zu niedrig. Um den vor allem durch die enorme Exportstärke entstandenen Überschuss abzubauen, sollte Deutschland mehr in die heimische Infrastruktur investieren, rät der IWF.

Deutschland dürfte in diesem Jahr nach Prognose des Ifo-Instituts erneut den weltweit höchsten Leistungsbilanzüberschuss aufweisen, was US-Präsident Donald Trump, aber auch EU-Kommission immer wieder kritisieren. Er sei „übermäßig“, befand auch ein ranghoher IWF-Vertreter.

Trump hat auch wiederholt angeprangert, dass der Dollar zu stark sei und die US-Exporteure behindere. Im Juni kritisierte er in diesem Zusammenhang auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und dessen Präsident Mario Draghi. „Mario Draghi kündigte gerade an, dass weitere Impulse kommen könnten, die den Euro gegenüber dem Dollar sofort fallen ließen“, so der Republikaner.

Dies mache es für Europa auf unfaire Weise leichter, mit den USA zu konkurrieren. „Sie sind damit seit Jahren durchgekommen, zusammen mit China und anderen.“ Je billiger der Euro, desto preislich wettbewerbsfähiger werden Produkte der Euro-Länder in anderen Währungsräumen.

Mehr: Goldman Sachs, JP Morgan und Wells Fargo übertreffen im zweiten Quartal die Erwartungen. Auf den zweiten Blick sind die Ergebnisse aber durchwachsen.

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  • rtr
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