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Devisen Kurssprung beim britischen Pfund – Hoffnung auf Brexit-Einigung in dieser Woche

EU-Unterhändler Michel Barnier ist optimistisch, dass in dieser Woche eine Einigung im Brexit-Streit gelingt. Das treibt den Kurs des britischen Pfunds.
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Der EU-Unterhändler hält eine schnelle Lösung in den Brexit-Verhandlungen noch für möglich. Quelle: AP
Michel Barnier

Der EU-Unterhändler hält eine schnelle Lösung in den Brexit-Verhandlungen noch für möglich.

(Foto: AP)

Düsseldorf Das britische Pfund hat am Dienstagmorgen innerhalb von kürzester Zeit gegenüber dem US-Dollar um knapp einen Cent zugelegt. Die britische Währung sprang von 1,261 auf 1,270 US-Dollar. Zuletzt notierte das Pfund bei 1,267 US-Dollar 0,5 Prozent im Plus.

Auslöser war ein optimistischer Kommentar des EU-Unterhändlers Michel Barnier bezüglich einer Brexit-Einigung mit Großbritannien. Diese sei noch in dieser Woche möglich, allerdings werde ein Kompromiss mit der Zeit immer schwieriger, sagte Barnier am Dienstag vor einem Treffen der zuständigen EU-Minister in Luxemburg. Eine Vereinbarung müsse für alle funktionieren, sowohl für ganz Großbritannien als auch für die gesamte Europäische Union. „Es ist höchste Zeit, gute Absichten in einen Rechtstext zu gießen“, sagte Barnier.

Im Jahresvergleich liegt das Pfund knapp fünf Prozent im Minus. Für Michael Metcalfe, Leiter Global Macro Strategy bei State Street Global Markets, ist das der Ausdruck eines klaren und durchgehenden Brexit-Abschlags. Er hält die Währung seit dem Referendum in Großbritannien für deutlich unterbewertet und prognostiziert Kursgewinne für den Falle eines Brexit-Deals.

Ein starkes Pfund wirkt sich allerdings negativ auf die britischen Unternehmen aus. Diese erwirtschaften einen Großteil ihrer Gewinne im Ausland, die durch ein teureres Pfund fallen dürften. Der wichtigste britische Aktienindex, der FTSE 100 Index, liegt am Dienstagmorgen leicht im Plus.

Ein Deal mit Großbritannien soll spätestens beim EU-Gipfel Ende dieser Woche stehen. Andernfalls dürfte erneut über eine Fristverlängerung geredet werden. Verhandelt wird über eine Änderung des 2018 vereinbarten Austrittsvertrags. Dieser regelt die wichtigsten Fragen der Trennung und sieht nach dem Brexit eine Übergangsfrist bis Ende 2020 vor, in der sich praktisch nichts ändern würde.

Mit dem Vertrag soll Chaos direkt nach dem Austritt vermieden werden. Nicht nur das britische Unterhaus, sondern auch das EU-Parlament müsste das Abkommen noch vor Ende Oktober billigen.

Mit Agenturmaterial.

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