Devisen: Norwegische Krone gibt erneut nach – „Schleierhaft, warum sie nicht stärker notiert“
Die norwegische Währung hat seit Beginn des Ukrainekriegs gegenüber dem Euro an Wert verloren.
Foto: imago images/ShotshopDüsseldorf. Die norwegische Krone gehört in diesem Jahr bislang zu den negativen Überraschungen am Devisenmarkt. Obwohl das Land rohstoffreich ist und von den durch den Ukrainekrieg gestiegenen Energiepreisen profitiert, entwickelt sich die Landeswährung schlechter als der Euro.
Am Donnerstag stieg die europäische Gemeinschaftswährung weiter bis auf 10,235 Kronen je Euro. Zum Jahreswechsel hatte dieser Wert noch bei 9,9798 gelegen.
Auslöser für die jüngsten Kursverluste der Krone war der Zinsentscheid der norwegischen Notenbank: Diese hob den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent an, wie sie am Donnerstag nach ihrer Sitzung in Oslo mitteilte. Zuvor hatten die Währungshüter den Leitzins aber dreimal in Folge um 0,50 Prozentpunkte angehoben.
Die Notenbank verwies auf Signale einer sich abschwächenden Konjunktur. Zudem gebe es die Aussicht auf niedrigere Transport- und Energiepreise, was die Inflation dämpfen könnte. Dies könne künftig zu einem „graduelleren“ Ansatz bei der Zinspolitik führen. Man werde allerdings angesichts der hohen Teuerung den Leitzins „sehr wahrscheinlich“ im Dezember erneut anheben, hieß es in der Mitteilung.