Devisen Vorsichtige US-Zinswende stützt Euro

Nach einem Zwölf-Jahrestief in der vergangenen Woche erholt sich der Euro zum Beginn der neuen Woche wieder. Grund dafür sind Aussagen der US-Notenbank Fed: Sie signalisierte behutsames Vorgehen bei der Zinswende.
Update: 23.03.2015 - 08:44 Uhr Kommentieren
Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,0776 Dollar festgesetzt. Quelle: AFP
Es geht bergauf für den Euro

Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,0776 Dollar festgesetzt.

(Foto: AFP)

FrankfurtDer Kurs des Euro ist nach seinen starken Gewinnen vom Freitag zu Beginn der neuen Woche zunächst gefallen. Am Montagmorgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0795 US-Dollar gehandelt und notierte damit etwas niedriger als in der Vorwoche. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,0776 Dollar festgesetzt.

Der Euro steht seit Jahresbeginn wegen der extrem lockeren Geldpolitik der EZB und des starken US-Dollars unter Druck. Er war Anfang des Monats bis auf ein Zwölf-Jahres-Tief von unter 1,0457 Dollar gefallen. In der vergangenen Woche konnte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar jedoch wieder um mehr als drei Prozent zulegen.

Nachlassende Spekulationen auf eine baldige Erhöhung der Zinsen in den USA machen den Euro für Anleger wieder attraktiver. Die Gemeinschaftswährung notierte am Montagmorgen zunächst knapp über der Marke von 1,08 Dollar. Seit die US-Notenbank Fed vergangenen Mittwoch ein behutsames Vorgehen bei der Zinswende signalisierte, geht es für den Euro wieder bergauf.

Händlern zufolge dürften die Investoren nun weiterhin alle Aussagen von Fed-Bankern darauf abklopfen, wann die erste Zinserhöhung seit 2006 in den USA zu erwarten ist.

„Wir befinden uns in einem delikaten Spiel zwischen Markt und Fed: Deutet die Fed an, ihr ginge die Dollar-Aufwertung zu schnell, zuckt der Markt zurück und erzeugt eine Korrektur. Hält die Fed daraufhin wieder still, setzt der Markt wieder auf aggressivere Fed-Zinserhöhungen und will Dollar kaufen“, bringt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann die Situation auf den Punkt.

Die deutlichen Kursschwankungen bei Euro-Dollar dürften daher anhalten, prognostiziert der Experte.

  • rtr
  • dpa
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